Schwer bewaffnet, so kennt man die Soldaten des Kommando Spezialkräfte in Calw. Zu Weihnachten wird es jedoch auch in der Kaserne besinnlich. Foto: Klormann

Während der Feiertage in der Kaserne? Für mache Soldaten des in Calw stationierten Kommando Spezialkräfte gehört auch das zum Job. Die Weihnachtszeit hat dennoch einen besonderen Platz.

Wer an das Kommando Spezialkräfte (KSK) denkt, hat meist schnell ein Bild im Kopf. Schwer bewaffnete Soldaten mit Bergen an Ausrüstung, eine harte Ausbildung, jederzeit bereit, überall auf der Welt eingesetzt zu werden.

 

Doch bei aller Professionalität dienen bei der in Calw stationierten Spezialeinheit natürlich auch nur ganz normale Menschen. Die Familien haben und Weihnachten feiern wie jeder andere.

Doch Weihnachten und KSK – passt das zusammen? In der Tat, weiß eine Sprecherin der Eliteeinheit. „In der Graf-Zeppelin- Kaserne hat die Vorweihnachtszeit einen festen Platz im Jahresrhythmus“, berichtet sie auf Anfrage unserer Redaktion.

Traditionell bilde der Jahresabschlussappell den zentralen Höhepunkt. „Dabei werden Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeitende für besondere Leistungen, Engagement und Verdienste geehrt“, führt sie aus.

KSK-Kommandeur Brigadegeneral Andreas Kühne (links) bei der Kommandoübergabe im Oktober durch Brigadegeneral Ulrich Ott (Mitte). Rechts im Bild steht sein Vorgänger Generalmajor Alexander Krone. Foto: KSK/Bundeswehr

Außerdem gehöre ein gemeinsamer Jahresrückblick dazu. Der Kommandeur des Kommando Spezialkräfte, aktuell ist das Brigadegeneral Andreas Kühne, richte in diesem Rahmen persönliche Worte an die Angehörigen der Eliteeinheit.

„Gleichzeitig ist die Vorweihnachtszeit oft eine arbeitsintensive Phase. Viele Aufträge müssen noch abgeschlossen werden, bevor zahlreiche Pendlerinnen und Pendler zu ihren Familien fahren und dort die Feiertage verbringen“, fügt die KSK-Sprecherin hinzu.

Dieser Jahresendspurt fordere den gesamten Verband auch nochmals. „Umso wichtiger sind die kleinen Momente des Miteinanders in den einzelnen Bereichen, wo man sich zu kleinen Weihnachtsfeiern zusammensetzt, das Jahr ausklingen lässt und etwas Raum für Austausch, Besinnlichkeit und Kameradschaft schafft.“

So entstehe trotz des Trubels eine vorweihnachtliche Atmosphäre, die den Zusammenhalt stärke und einen würdigen Abschluss des Jahres ermögliche.

Gemeinsames Weihnachtsessen

Und an den Feiertagen selbst? Auch an Weihnachten, so berichtet die Sprecherin, „sind natürliche bestimmte Dienst, wie zum Beispiel die Wache, in der Kaserne zu besetzten“.

Wer an diesen Tagen arbeite, brauche aber dennoch nicht auf Gemeinschaft zu verzichten. „Um diesen besonderen Dienst zu würdigen, werden auch in diesem Jahr der Kommandeur oder sein Stellvertreter sowie der evangelische und katholische Militärpfarrer gemeinsam mit den Diensttuenden ein gemeinsames Weihnachtsessen begehen“, verrät die KSK-Sprecherin.

Dieser Artikel wurde erstmals am 19. Dezember veröffentlicht und aufgrund seiner Aktualität neu ausgespielt.