Geschäftsführer Philipp Ketterer würdigte die Leistungen des Teams in einem schwierigen Jahr. Gleichzeitig hob er die positiven Entwicklungen vor.
Annähernd die gesamte Belegschaft kam am vergangenen Freitag zur traditionellen Weihnachtsfeier der Familienbrauerei M. Ketterer im „Hirschen“ in Oberwolfach zusammen. In vorweihnachtlicher Atmosphäre feierte das Ketterer-Team zurückliegende Erfolge und blickte in einem herausfordernden Umfeld zuversichtlich und mit Tatendrang nach vorne, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.
In seiner Ansprache blickte Geschäftsführer Philipp Ketterer zunächst auf die elf zurückliegenden Monate des Jahres zurück. Trotz globaler Unsicherheiten, wirtschaftspolitisch ungünstigen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden getrübten Verbraucherstimmung sei die Brauerei mit der Entwicklung zufrieden. „Viele Kunden legen bei Lebensmitteln weiterhin Wert auf Qualität, hohe Glaubwürdigkeit und Regionalität. Hier können wir als im Schwarzwald verwurzelte Familienbrauerei punkten“, ordnete Ketterer laut Mitteilung die derzeitigen Marktbedingungen ein.
Philipp Ketterer kritisiert „einseitige Diskussionen“
Er kritisierte in seinen Ausführungen, dass die öffentliche Diskussion zum Konsum alkoholischer Getränke in den vergangenen Monaten oft einseitig geführt, wissenschaftlich nicht belastbar und stark verkürzt gewesen sei.
Europaweit wie auch national ist der Bierabsatz seit Monaten rückläufig. Dem Markttrend habe sich das Unternehmen jedoch nicht vollständig beugen müssen: Besonders das Sortiment alkoholfreier Biere, aber auch das natürliche Mineralwasser entwickelten sich überdurchschnittlich positiv, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.
Positiv fiel auch der Rückblick auf weitere Meilensteine aus: zahlreiche Qualitätsauszeichnungen bei nationalen und internationalen Bierwettbewerben, neue Kundenbeziehungen, die Ausrichtung der Slow-Brewing-Hauptversammlung sowie die erneute IFS-Food-Zertifizierung mit dem Prädikat „Higher Level“. Das Unternehmen investiere weiter umfangreich in moderne Betriebsstrukturen – unter anderem in Digitalisierung, Abfülltechnik und Abwasseraufbereitung. Für 2026 kündigte Ketterer weitere erhebliche Investitionen an: Bestellt seien bereits eine neue Flaschenreinigungsmaschine sowie ein Leerflaschen-Inspektor und Kastenwascher. Der Kauf einer Schrotmühle sowie die Erweiterung des Gär- und Lagerkellers befänden sich in Planung.
Ketterer verglich das Familienunternehmen mit einem Organismus, der nur gut funktioniere, wenn alle Bereiche reibungslos ineinandergreifen, und dankte allen für das gute Miteinander.
Ehrungen
Ein besonderer Moment galt den Ehrungen für langjährige Betriebszugehörigkeit durch Geschäftsführer Michael Ketterer. Er dankte Anne Beh (zehn Jahre/Außendienst Hornberger Lebensquell), Petra Holasek (zehn Jahre/Buchhaltung), Sven Heinzmann (25 Jahre/Bierfahrer), Uwe Weißer (25 Jahre/Produktion und Qualitätssicherung) und in Abwesenheit Christoph Schwind (25 Jahre/ Flaschenfüllerei) für deren Einsatz. Nach mehr als 43 Jahren wurde Arthur Broghammer aus Lauterbach-Sulzbach offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Er galt über Jahrzehnte als äußerst qualifizierter und engagierter Betriebsschlosser. „Gemeinsam haben wir in dieser Zeit nahezu die gesamte Brauerei umgekrempelt“, würdigte der Seniorchef den langjährigen Weggefährten, der sich mit seiner Erfahrung auch künftig in zeitlich geringerem Umfang bei Projekten einbringen wird.