Der Weiherma steigt aus den kalten Fluten auf. Foto: Claudius Eberl

Wasserscheu darf nicht sein, wer dem Weiherma begegnet.

Zum traditionellen Weihersprung hatte die Narrengruppe Weiherma am Mittwoch eingeladen – und etliche Zuschauer kamen, um am Weiher im Landschaftspark das Spektakel mit zu erleben.

 

Am Wirtehäuschen trafen sich Narren und Neugierige und zogen mit Fackeln ausgestattet und angeführt von der Musikkapelle Schönwald in den Landschaftspark. Dort wurden sie von Weiherma Jürgen Ragg begrüßt, der den Besuchern die Sage vom Weiherma, dem nassen Gesellen, der angeblich Brunnen, Bäche oder Milchhäuschen bewohnt und immer dann in Ställen auftauchte, wenn ein Kälbchen auf die Welt kam. Und natürlich im Weiher im Landschaftspark.

Zwei Sagengestalten tauchen auf

Um den wilden Gesellen aus den Fluten zu locken, bedarf es erst einmal mehrerer „Weiher – Ma“ rufen, dann endlich tauchten aus den kalten Fluten gleich zwei der Sagengestalten auf, arbeiteten sich unter Licht- und Pyroeffekten sowie Wasservorhang durch den Weiher, stiegen auf der anderen Seite heraus und beglückten den einen oder anderen Zuschauer mit ihrem kalt-nassen Händen.

Arne Boettcher und Marco Duffner, so verriet Ragg, hatten sich bei Temperaturen um die Null Grad in den Weiher gewagt, dafür dankte er ihnen, allen anderen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, etwa Feuerwehr und Musikverein. Er lud die Zuschauer und Mitwirkenden auf den Dorfplatz ein, dort boten die Weihermänner eine Bewirtung.