Die erste Pflanzaktion von Liguster, Pfaffenhütchen, Feldahorn und Co. über den Dächern von Weigheim neigt sich dem Ende zu. Jetzt steht nur noch ein intensives Bewässern der Pflanzen aus. Foto: Rainer Bombardi

Unter dem Motto „Weigheim blüht auf“ haben rund 20 Freiwillige entlang eines Weges in Weigheim mehr als 100 heimische Gehölze und Pflanzen gesetzt.

Es war ein sonniger Samstagmorgen, als sich 20 engagierte Mitwirkende von der Grüngutsammelstelle in Richtung Pfadfinderkreuz aufmachten, um entlang Weigheims wohl schönstem Panoramaweg eine Pflanzaktion zu starten.

 

Unter dem Motto „Weigheim blüht auf“ folgten sie ihrem Vorsatz, in einer ersten Etappe entlang des Wegesrands in mehreren neu angelegten Beeten mehr als 100 einheimische Gehölze und Pflanzen zu setzen. Ortschaftsrat Michel Krachenfels hatte die nachhaltige Aktion initiiert, welche die einheimische Baufirma Peter Gross mit der Bereitstellung eines Baggers und haufenweise Kompost unterstützte.

„Meine Intention ist es, entlang eines Naturerlebnispfads mit einheimischer Flora der Natur etwas zurückzugeben. Gleichzeitig ist es ein Zeil, der Bevölkerung durch die Bepflanzung näherzubringen, was in der einheimischen Region wächst,“ erläuterte Krachenfels, der sich offen gegenüber jeglicher Unterstützung zeigt, welche die Entstehung des Pfades beschleunige.

Auf ein paar Jahr verteilt

Ursprünglich plante er, die komplette Aktion in kürzerer Zeit durchzuführen. Doch die aktuelle städtische Haushaltssituation erforderte, die Entstehung des kompletten Pfades auf ein paar Jahre zu verteilen. Dankbar ist er der Ortsverwaltung, die über ihr Budget die Pflanzen finanziert, und für die Bereitschaft der Stadt, die Flächen zur Bepflanzung und Gestaltung bereitzustellen. Ein Beleg, mit seiner Idee auf dem richtigen Weg zu sein, war für ihn auch das Engagement, mit welchem sich Ortschaftsrat und Bevölkerung einbringen.

„Wir werten den Weg noch mit drei Sitzbänken auf, von denen aus sich ein toller Blick über Weigheim bietet“, ergänzte Krachenfels. Zudem sei vorgesehen, den Pfad noch mit diversen Attraktionen wie einer Benjeshecke oder einem Wildbienenhotel aufzuwerten.

Rundweg könnte folgen

Ortsvorsteher Holger Fetzer kann sich bei anhaltendem Engagement aus der Bevölkerung mittelfristig eine Art Rundweg vorstellen. Dieser beginnt und endet auf der Festwiese, die auf dem einstigen Tennisgeländes vorgesehen ist. In welcher Form sich dieser realisieren lässt, ist noch nicht in trockenen Tüchern. „Doch nach dieser Anfangseuphorie bin ich sicher, dass der Startaktion noch weitere Einsätze folgen.“

Fetzer kann sich vorstellen, dass sich mittelfristig die Begehung des Naturerlebnispfads auch für die Kinder der Kindertagesstätte und der Grundschule gut eignet, um die einheimische Natur aus nächster Nähe zu erleben.