Einstimmig wurde der bisherige Vorstand des Weide- und Landschaftspflegeverbands Marzell in seinen Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt.  Foto: Birgit-Cathrin Duval

Ein erfreulich langes Weidejahr hat es 2025 gegeben. Für die Tiere gab es Futter und Wasser satt.

Ausreichender Regen bescherte den Tieren eine gute Futter- und Wasserversorgung. Auf viele Arbeitsstunden, aber gut genährte Rinder blickte der Weide- und Landschaftspflegeverband Marzell bei seiner Hauptversammlung zurück. Kritisiert wurde dort die stetig zunehmende Bürokratie.

 

Rückblick: „Reibungslos, erfolgreich und ruhig“, brachte es Florian Lindemer auf den Punkt, als er das Weidejahr 2025 Revue passieren ließ.

Mit 162 Weidetagen verzeichnete man auf den Weiden Riederen, Mattstall und Steinmättle ein gutes Weidejahr, in dem die 32 Tiere, darunter zwölf Bullen, von Anfang Mai bis Mitte Oktober gut an Gewicht zulegten. Die Blaubuck-Weide wurde von Dierk Kilchling mit der eigenen Herde beschickt.

Regen fiel ausreichend, so dass genügend Gras wuchs und eine durchweg gute Futter- und Wasserversorgung für die Tiere gewährleistet war.

Wahlen: Bei den Neuwahlen wurden sämtliche Amtsinhaber in geheimer Wahl einstimmig bestätigt. Der Verein wird in den kommenden drei Jahren vom Vorsitzenden Florian Lindemer, dem zweiten Vorsitzenden Dierk Kilchling, Kassierer Roland Gerspacher, Betriebsleiter Marc Schwarz und Schriftführer Gerold Kiefer geführt. Maschinen- und Gerätewart ist Klaus Leisinger, Betriebsmechaniker Gerald Wehrle, Weidewarte sind Mario Schureck, Michael Kilchling, Stefan Trefzer und Roland Gerspacher. Neuer Kassenprüfer ist Daniel Dreher.

Bis zu 1000 Weidepfähle selbst herstellen

Ausblick: Zur Vorbereitung der neuen Weidesaison, die Anfang Mai beginnt, müssen neue Weidepfähle hergestellt werden. Rund 500 bis 1000 Pfähle werden von den Mitgliedern alle drei bis vier Jahre selbst gefertigt, was günstiger sei als sie fertig zu kaufen.

Die Anschaffung des Raupenmulchgeräts stellt den größten Posten in der Kasse dar. Gerechnet wird mit etwa 22 000 Euro. Das fernsteuerbare Mulchgerät dient zur Pflege der Weideflächen, die sich fast ausschließlich in Hanglagen befinden.

Probleme bei der App zur Erfassung von Pflanzen

Kritik übte der Vorsitzende an der zunehmenden Bürokratie. Die Erfassung von Pflanzen und Kräutern auf den ökozertifizierten Weiden sollte über eine App laufen. Da es Probleme mit der App gab, musste alles schriftlich erfasst werden, was eine Nachprüfung nach sich zog, auf deren Auswertung man noch warte.

Bürgermeister Singer dankte dem Verein für den Einsatz zur Offenhaltung der Landschaft, dem schloss sich der Heimatverein an.