Der Calwer Dekan Erich Hartmann bezieht persönlich Stellung zu einem Leserbrief. Foto: Thomas Fritsch

Dekan Erich Hartmann antwortet auf den Leserbrief einer Calwerin, die den Wegfall der Christmette beklagt – und nennt Gründe, warum es Veränderungen bei den Gottesdiensten gibt.

Traditionen verändern sich

 

Liebe Frau Volz,ich freue mich außerordentlich über die Wertschätzung gegenüber der Calwer Stadtkirche und insbesondere der traditionellen Christmette, die in Ihren Zeilen zum Ausdruck kommt. Alles, was Sie über die Stadtkirche und ihre prägende Kraft für unsere Stadt erwähnt haben, kann ich im Grunde nur unterstreichen.

Dennoch haben wir uns nach langer Diskussion und unter Abwägung aller Umstände dazu entschlossen, in diesem Jahr die Gottesdienste in leicht veränderter Weise auf unsere „Standorte“ in der Kirchengemeinde zu verteilen.

Drei Gründe waren dafür am Ende ausschlaggebend: 1. Seit Beginn des Jahres sind wir eine Kirchengemeinde – und selbstverständlich sind alle Gemeindeglieder auch zu allen Gottesdiensten im Stadtgebiet eingeladen. Die Zusammengehörigkeit als Gemeinde soll auch darin zum Ausdruck kommen.

2. Traditionen verändern sich. Neu hinzugekommen zum üblichen Gottesdienstangebot ist „Weihnachten mit Herz“. Diese Aktion tritt nicht an die Stelle von Gottesdiensten, ist aber überaus wichtig und nachgefragt – bindet aber gleichwohl personelle Ressourcen.

3. Wir sind in diesem Jahr drei (!) Pfarrpersonen weniger und damit weniger flexibel.

Auch in diesem Jahr werden gleich zwei Christmetten um 22 Uhr stattfinden: in Hirsau und in Heumaden. In der Stadtkirche gibt es um 17 Uhr eine Christvesper, bei der viele hundert Menschen Platz finden werden – und am ersten Feiertag laden wir zu einem großen Festgottesdienst mit viel Musik und der weihnachtlichen Botschaft im Zentrum ein. Dazu – und zu den vielen weiteren Gottesdiensten an den Feiertagen – sind Sie herzlich willkommen.

Dekan Erich Hartmann, Calw

Anmerkung der Redaktion

Die Antwort
von Dekan Erich Hartmann bezieht sich auf einen Leserbrief von Gisela Volz. Sie fürchtet, dass sich die Kirche abschafft, wenn sie solche traditionellen Angebote streicht.

 

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