Die Barockstadt aus einem neuen Blickwinkel entdecken: Die Nachfrage danach ist so groß, dass die aktuelle Crew sie nicht mehr decken kann. Deshalb planen Stadt und Volkshochschule einen neuen Ausbildungslehrgang.
Die Zahl an Anfragen für Führungen steigt weiter an. Immer mehr interessierte Einzelpersonen und Gruppen wollen reizvolle Einblicke in die Geschichte des Rohanstädtchens erhalten. Und diese Geschichte, die mit der Stadtgründung durch den Straßburger Bischof Ettenheim im achten Jahrhundert beginnt, hat unendlich viele Ereignisse, Persönlichkeiten, Orte – sichtbare und verborgene Schätze – in deren Hintergründe und „Geheimnisse“ die Stadtführer ihren Zuhörern in den in der Regel anderthalbstündigen Führungen Einblicke geben.
Und sie schlüpfen dazu, je nach individuellem Schwerpunkt oder von den Anfragenden gewünschten Themenbereichen dazu oftmals auch in besondere Rollen: den Nachtwächter, die mittelalterliche Magd, in eine „vornehme Dame“ aus dem Dunstkreis des Kardinal Rohan, der dem Städtchen neben dem Attribut „Barockstadt“ auch den Beinamen „Rohanstadt“ eingebracht hat.
Nun also schreiben Stadt und Volkshochschule einen neuen Lehrgang aus, der im Oktober beginnen und dann im April des kommenden Jahres seinen Abschluss finden soll. Potenzielle Neulinge werden sicherlich neue Nischen finden und können sich gleichzeitig auf die Erfahrung der altgedienten Stadtführer-Crew stützen. Vorgesehen sind zwölf Fortbildungstermine mit ausgesprochen erfahrenen Dozenten und Referenten, die profundes Wissen zu einzelnen Themenbereichen vermitteln wollen.
Auch eine Schulung in der Rhetorik ist vorgesehen
Als Bausteine haben Stadt und Volkshochschule, auch nach einem entsprechenden „Brainstorming“ mit den aktuellen Stadtführerinnen und Stadtführern, vorgesehen: „Die Geschichte Ettenheims im Zeitraffer“; „Vom mittelalterlichen zum barocken Stadtbild“; „Kleine Baustilkunde“; „Der Dreißigjährige Krieg“; „Kardinal Rohan“; „Der Herzog von Enghien“; „Die Kirche St. Bartholomäus“; „Das Kloster Ettenheimmünster und die Wallfahrtskirche St. Landelin“; „Ettenheim heute“. Eine beispielhafte Stadtführung ist zu Beginn des Lehrgangs vorgesehen, in dem die Kursteilnehmer zudem eine Rhetorik-Schulung erhalten.
Nach dem Lehrgang mit seinem breiten Spektrum an Einsichten in Ettenheims Geschichte, Persönlichkeiten, Bauwerke und Orte können sich die Kursteilnehmer immer noch entscheiden, ob sie ihr erlangtes Wissen als Stadtführer weitergeben wollen. Die Kursgebühr wäre dann bereits nach drei Führungen wieder eingespielt.
Kurstermine sind überwiegend abends
Die Kurstermine sind überwiegend für abends vorgesehen, in einzelnen Fällen als Tagesseminar an Samstagen. Interessierte können sich im Rathaus bei Linda Stengg unter Telefon 07822/43 22 20 informieren. Nach einer grundsätzlichen, zunächst noch unverbindlichen Interessensbekundung, erhalten Interessierte einen detaillierten Zeitplan, nach dem sie sich dann verbindlich anmelden können.