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Wegen Fachkräftemangel Mit gewissen Vorurteilen haben die Portugiesen längst aufgeräumt

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Fremd sind den ausländischen Fachkräften vor allem das schwankende Wetter und Mineralwasser mit Kohlensäure. Auch der Kaffee sei hier etwas ganz anderes als in der südlichen Heimat, und die Straßen erschienen sehr sauber, auch wenn sich der eine oder andere noch nicht an die Intervalle der Müllabfuhr gewöhnt hat. Mit den Vorurteilen, die Deutschen wären ernst und kalt, haben die acht Portugiesen längst aufgeräumt und fühlen sich sichtlich wohl in der Landeshauptstadt.

Die Bewohner der Pflegeeinrichtungen blicken dem Einsatz der Südländer gelassen entgegen: „Mir ist es egal, woher sie kommen“, sagt Helga Kast. Der 80-Jährigen ist der liebevolle Umgang in der Pflege das Wichtigste. Außerdem seien einige der neuen Pfleger nett anzusehen, fügt sie lachend hinzu. Neu ist der Einsatz von Fachkräften mit Migrationshintergrund in der Pflege übrigens nicht, jeder zehnte Mitarbeiter bei der Evangelischen Heimstiftung ist ein Zuwanderer.

Sprache erproben und Arbeitsabläufe einüben

Ende September sollen die acht neuen Fachkräfte die erste Sprachprüfung des Grades B1 ablegen, ehe sie ein zweimonatiges Praktikum in den Einrichtungen beginnen. Dort soll die Sprache erprobt und sollen die Arbeitsabläufe eingeübt werden. Auch fachliche Schulungen und die Begleitung mit einem weiteren Sprachkurs sind geplant, so dass die Portugiesen noch vor Weihnachten den zweiten Sprachtest B2 bestehen können, wodurch sie beim Regierungspräsidium Stuttgart als deutsche Pflegefachkraft anerkannt werden.

Erst danach wird endgültig entschieden, in welcher Einrichtung die neuen Fachkräfte eingesetzt werden. Mit dem Bestehen des Sprachtests bekommen die Portugiesen außerdem einen unbefristeten Vertrag als Pflegefachkraft mit betrieblicher Altersvorsorge und Fortbildungsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei der Suche nach einer adäquaten Unterkunft.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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