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Wegen Corona-Pandemie Calwer Narren sagen Fasnets-Termine ab

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Die 1. Calwer Narrenzunft hat Fasnets-Termine wegen der Corona-Pandemie abgesagt. (Symbolfoto) Foto: Fabian Strauch/dpa

Calw - "Jedem zur Freud’, niemand zum Leid" – so lautet Jahr für Jahr das Motto der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Wegen der anhaltenden Ausbreitung der Corona-Pandemie allerdings eine nicht kalkulierbare Herausforderung, weshalb die 1. Calwer Narrenzunft den Nachtumzug am Rosenmontag 2021 absagt.

Und nicht nur der Calwer Nachtumzug fällt im kommenden Jahr aus, wie Zunftmeister Dennis Bach die Entscheidung nach virtueller Vorstandssitzung mitteilte. "Wir haben uns dazu entschlossen, Umsicht walten zu lassen und die Fasnet, wie wir sie feiern, abzusagen", sagte der Vorsitzende. Die Zunft wird außer auf den Nachtumzug sowohl auf die traditionelle Taufe neuer Hästräger am 6. Januar auf dem Calwer Marktplatz, einen Brauchtumsabend in der Halle als auch die beliebte Rathausschelte im kommenden Jahr verzichten.

Kein Risiko eingehen

"Gesundheit ist wichtiger, und solange die Infektionszahlen nicht eingedämmt werden können, wäre es unverantwortlich, Fasnet um jeden Preis zu feiern", unterstreicht Bach die Haltung der Calwer Narren. Es wäre angesichts tausender Zuschauer beim Nachtumzug oder dem mitfeiernden Publikum bei anderen Veranstaltungen nicht zu gewährleisten, dass Abstände oder Hygienekonzepte eingehalten werden.

"Die Verantwortlichen handeln richtig und haben sich entschieden, kein Risiko einzugehen und dafür danke ich der Narrenzunft", bedauerte Oberbürgermeister Florian Kling (SPD) die Absage, zumal der Nachtumzug längst zu einer Tradition in Calw geworden ist.

Er könne die Entscheidung nachvollziehen und unterstütze sie auch angesichts der Pandemie-Situation. "Niemand ist Spielverderber, aber alle sind verantwortungsvoll", zollte OB Kling den Narren Respekt.

Auch keine auswärtigen Besuche und Umzugsteilnahmen

"In diesem Jahr hatten wir großes Glück und sind dankbar dafür, nachdem zwei Wochen später der Lockdown kam", erinnerte der Zunftmeister an den Corona-Ausbruch in Deutschland. Besser sei es, ein Jahr zu pausieren, so das Resümee der Vorstandssitzung.

Deshalb wird die 1. Calwer Narrenzunft auch auf auswärtige Besuche und Umzugsteilnahmen verzichten. "So gerne wir es würden, auch von Besuchen in Kindergärten oder in Pflegeeinrichtungen müssen wir in der aktuellen Situation wohl absehen", stellte der Zunftmeister mit Bedauern klar.

Trotzdem soll die Fasnet in Reihen der Narrenzunft sehr wohl Beachtung finden. "Wenn es die Umstände zulassen, und nur dann, werden wir bestenfalls in kleinem, abgestimmtem Rahmen, unter Beachtung der Hygienemaßnahmen unsere Anwärter als Aktive aufnehmen. In jedem Falle jedem zur Freud’ niemandem zum Leid", unterstreicht Bach. Brauchtum zu leben, heiße auch, Verantwortung zu übernehmen.

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