An neun Sonntagen fanden im evangelischen Gemeindehaus in Meßstetten Impfaktionen statt. Im neuen Jahr ist damit Schluss. Foto: Müller

Neun Impfaktionen gegen das haben im Meßstetter evangelischen Gemeindehaus stattgefunden. Nun ist Schluss: Der enorme Andrang habe unter anderem die Anwohner verärgert.

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Meßstetten - Von Oktober an hatten Impfwillige jeden Sonntag die Chance, sich unkompliziert und ohne Termin im evangelischen Gemeindehaus in Meßstetten impfen zu lassen. Im neuen Jahr ist damit Schluss. Die Kirchengemeinde stellt dem mobilen Impfteam "Corona-Mobil" um Impfarzt Reinhard Wulf die Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung. Die letzte Impfung gegen das Coronavirus wurden in den Räumlichkeiten neben der Lamprechtskirche am vierten Adventssonntag verabreicht.

Autos wurden zugeparkt

Hausherr Pfarrer Reinhold Schuttkowski begründet das Ende der Impfaktionen damit, dass das Haus und insbesondere das Umfeld des Gemeindehauses nicht für solch einen großen Ansturm, wie es anfangs zu beobachten gewesen ist, ausgerichtet sei.

Vermüllung beim Kindergarten

Die Zufahrt zum evangelischen Gemeindehaus ist recht schmal, die Parkplätze reichten lange nicht aus. Anwohner hätten sich bei der Kirchengemeinde beschwert, dass ihre Garagen von den Besuchern der Impfaktion zugeparkt werden und sie nicht aus ihren Ausfahrten kommen. Zudem sei es vermehrt zur Vermüllung durch weggeworfene Zigarettenstummel im angrenzenden Kindergartenbereich gekommen.

Mittlerweile haben die Pop-up-Impfzentren offen

Schuttkowski betont, dass die Kirchengemeinde an neun Sonntagen kostenfrei die Räumlichkeiten für die Aktion zur Verfügung gestellt habe. "Das war für uns keine Frage", betont der Pfarrer. "Für uns ist das Impfen der Weg aus der Pandemie." Er erinnert daran, dass die Aktion im Gemeindehaus im Oktober etabliert wurde, als es im Landkreis kaum Möglichkeiten zu einer Auffrischimpfung gegeben hat. Anfangs wurde die Aktion vollkommen überrannt, auch viele Impfwillige von auswärts seien nach Meßstetten gekommen. Mittlerweile haben im Zollernalbkreis mehrere Pop-up-Impfzentren ihren Dienst aufgenommen, eines davon ist im ehemaligen Kreisimpfzentrum auf dem Meßstetter Geißbühl.

Impftermine sind laut Schuttkowski täglich genügend vorhanden und leicht buchbar, sodass die sonntäglichen Aktionen im Gemeindehaus auch nicht mehr dringend benötigt würden. Dort sehe auch die Parkplatzsituation entspannter aus.

Zur Stelle falls erneut Bedarf besteht

Den Entschluss, die Aktion zum Jahresende auslaufen zu lassen, hat der Kirchengemeinderat Anfang Dezember gefasst. Mit der Öffnung der Pop-up-Impfzentren und weiteren Impfaktionen im Zollernalbkreis habe auch der Andrang im Gemeindehaus in Meßstetten spürbar nachgelassen, erklärt Schuttkowski. Damals beschloss man, die bisher beworbenen und geplanten Impfaktionen bis zum Jahresende auch noch durchzuführen.

Ganz ausschließen möchte Schuttkowski weitere Impfaktionen im Gemeindehaus nicht.. Sollte es mit Blick auf die hochansteckende Omikron-Variante wieder zu Engpässen beim Impfen kommen, werde man sicher das Gemeindehaus wieder für Impfaktionen zur Verfügung stellen. "Wenn Not am Raum ist, wären wir nicht abgeneigt, zu helfen", betont der Seelsorger.