Öffentliche Toiletten sind in einer belebten Innenstadt ein gefragtes Gut. In Nagold ist ab sofort die umgebaute Rathaus-Toilette wieder geöffnet. Doch es gibt Einschränkungen.
Eigentlich hätte die Rathaus-Toilette ja bereits vor dem Weihnachtsmarkt wieder öffnen sollen. Doch die Bauarbeiten zogen sich dahin.
Am Freitag gab die Stadt Nagold nun die Öffnung der neuen öffentlichen Toilette bekannt: „Die umgebaute öffentliche WC-Anlage im Rathaus ist ab sofort wieder zugänglich.“
Weiter heißt es: Die wesentlichen Umbauarbeiten seien abgeschlossen und die Toiletten könnten nun vom Rathausinnenhof aus betreten werden.
Ein Hinweisschild fehlt bis jetzt
Diese Zugänglichkeit von außen ist neu. Und doch fehlt bis jetzt an der Außentüre ein Hinweis, dass sich hinter der Türe eine öffentliche Toilette verbirgt. Die Türe selbst scheint allerdings auch noch ein Baustellenprovisorium zu sein.
Dieser Eindruck passt zu den Einschränkungen zur Toilettennutzung, die die Stadt weiter bekanntgab. „Derzeit bestehen noch zwei vorübergehende Einschränkungen“, heißt es. Das barrierefreie WC sei aktuell ausschließlich von innen zugänglich, da das spezielle Schließsystem für den Zugang von zwei Seiten noch nicht vollständig umgesetzt wurde.
Zudem gibt es Einschränkungen bei den Nutzungszeiten: Die Toilettenanlage ist „momentan nur während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses nutzbar“.
Die etwas krumm wirkenden aktuellen Pinkel-Öffnungszeiten sind somit: montags bis mittwochs von 8 bis 16.45 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12.30 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr.
Kostenrahmen von 100 000 Euro festgelegt
Die bisherigen Toilettenräume im Erdgeschoss des Rathauses sowie das ehemalige Amtsbotenzimmer der Stadtverwaltung sollten bei dem Umbau zu einer modernen, großzügigen Anlage umgebaut werden. Die neue Einrichtung wurde als Unisex-Anlage gestaltet und umfasst drei voneinander abgetrennte Toiletten, einen separaten Bereich mit vier Urinalen sowie ein barrierefreies WC für schwerbehinderte Menschen.
Für den Umbau wurde ein Kostenrahmen von 100 000 Euro festgelegt. Im Dezember hieß es seitens der Verwaltung, dass der Kostenrahmen auf jeden Fall eingehalten werde.