Eigentlich hätte zum Nagolder Weihnachtsmarkt auch die neue öffentliche Toilette im Rathaus öffnen sollen. Doch daraus wird nichts. Die Stadt sorgt nun für Ersatz.
Fast hätte es zum Nagolder Weihnachtsmarkt gereicht. Aber eben nur fast. „Wir machen da erst richtig auf, wenn sie auch komplett fertig ist“, stellte Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann in der Sitzung des Technischen Ausschusses auf Nachfrage von Stadtrat Carl Christian Hirsch klar.
Zwei Tage später erörterte die Stadt Nagold in einer offiziellen Pressemitteilung die Situation: Die Umbauarbeiten an der öffentlichen Toilette im Rathaus stünden kurz vor dem Abschluss.
Unter anderem heißt es: „Die Sanitärobjekte sind vollständig eingebaut, es sind noch Silikonarbeiten auszuführen und die Trennwände zu montieren. Zudem stehen der Einbau der Tür zu den Urinalen sowie der Tür zum barrierefreien WC noch aus.“
Für das barrierefreie WC wird ein besonderes Schließsystem benötigt
Wie so oft, steckt der Teufel zudem im Detail. „Für das barrierefreie WC wird ein besonderes Schließsystem benötigt, da dieses von zwei Seiten zugänglich ist.“ Dieses ist offensichtlich noch nicht funktionstüchtig.
Die Verzögerung hänge auch damit zusammen, dass es sich um ein älteres Gebäude handle und während des Umbaus unvorhersehbare bauliche Gegebenheiten aufgetreten seien, die in Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerksbetrieben kurzfristig gelöst werden mussten.
Die Stadt öffnet die WC-Anlage im Kubus
Die Eröffnung der neuen WC-Anlage erfolge aber, sobald das Schließsystem für das barrierefreie WC „final umgesetzt und geprüft“ ist.
Und was heißt das nun für die Besucher des Weihnachtsmarktes? Nicht allzu viel, denn die Stadt hat für Ersatz gesorgt. Bis zur Eröffnung der öffentlichen Toilette im Rathaus steht weiterhin der Toilettenwagen auf dem Longwy-Platz zur Verfügung. Und während des Weihnachtsmarktes werden nun zusätzlich die Toiletten im Kubus geöffnet.
Die Kosten bleiben im Rahmen
Gute Nachrichten gibt es zu den Kosten. Genau konnte Bauamtsleiter Rafael Beier zwar den aktuellen Kostenstand im Technischen Ausschuss nicht beziffern.
Er versicherte aber, dass der Kostenrahmen von 100 000 Euro eingehalten werde. „Das reicht auf jeden Fall. Wir wissen nur nicht, wie viel wir drunter bleiben werden.“