Wasserversorger Aquavilla registriert im Jahr 2022 ein Umsatzplus. Foto: unclepodger - stock.adobe.com

Über ein positives Jahresergebnis der interkommunalen Dienstleistungsgesellschaft Aquavilla GmbH berichtete Geschäftsführer Michael Dold im Gemeinderat. Zunehmend ein Thema ist der Klimawandel.

Ein wichtiger Punkt 2022 war laut Dold der Beitritt Unterkirnachs. Zwar schrumpfte damit der Anteil der Gründungsgesellschafter Furtwangen, Triberg, Königsfeld und Vöhrenbach auf jeweils 16,5 Prozent, im Gesellschaftervertrag ist aber festgelegt, dass diese immer 51 Prozent Anteil an der GmbH haben.

Mit Blick auf das vergangene Jahr sprach Dold von einem „schönen Umsatz“ mit 3,7 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um etwa 300 000 Euro. Der Ertrag stieg entsprechend von 35 000 auf knapp 55 000 Euro.

Material und Personal schlagen zu Buche

Größte Ausgabenposten sind Materialaufwand mit 1,76 Millionen Euro und Personalkosten mit 1,44 Millionen Euro. Beides stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Leichte Steigerungen gab es auch bei den Abschreibungen mit aktuell 53 500 Euro sowie Mietkosten. Die Aquavilla schloss mit der EGT einen langjährigen Mietvertrag ab, so dass hier in den nächsten Jahren keine gewaltigen Steigerungen zu erwarten seien.

Unerfreulich ist laut Dold die enorme Steigerung der Fahrzeugkosten von 166 000 auf mehr als 195 000 Euro. Diesen Punkt müsse man im Auge behalten. Unerfreulich sei auch der Anstieg der Zinsen von 24 500 auf über 31 000 Euro. Hier arbeite man an Gegenmaßnahmen.

Überschuss von 24 000 Euro

Trotz der Kostensteigerungen gestaltet sich das Jahresergebnis deutlich besser als im Vorjahr. Lag dieses 2021 noch bei einem Minus von 40 000 Euro, steht für 2022 ein Überschuss von 24 000 Euro in den Büchern. Er sei überzeugt, das im laufenden Jahr noch steigern zu können, so Dold.

Hans Mack fragte wegen einer entsprechenden Formulierung im Geschäftsbericht nach durch den Klimawandel begründeten Kostensteigerungen. Diesbezügliche Maßnahmen laufen laut Dold bereits seit 2015. Vor allem im Bereich Furtwangen, Schönwald, Schonach schlage die Trockenheit heftiger zu, führe zu Rissen in Leitungen. Das werde die Aquavilla auch in den nächsten Jahren beschäftigen. Königsfeld sei davon aber nicht so sehr betroffen. Grund dafür ist laut Bürgermeister Fritz Link die Wasserentnahme vornehmlich aus Tiefbrunnen. Zu investieren sei aber in interkommunale Verbindungen.

Weniger Wasserverluste

Thomas Fiehn lobte das positive Geschäftsergebnis und fragte nach Wasserverlusten, die in früheren Jahren Thema waren. Die sanken laut Dold von früher 18 bis 22 Prozent auf aktuell zwölf bis 13. Diesen Standard gelte es zu halten. Man habe gezielt Maßnahmen eingeleitet, um Leckagen zu lokalisieren und zu beheben, sagte Link. Auch sei man bei größeren Straßenbauarbeiten bemüht, Leitungen zu untersuchen und zu sanieren.

Birgit Helms fragte nach langfristigen Investitionsplänen für zum Teil 100 Jahre alte Leitungen, die Unter- und Überdruck nicht standhielten. Das sei vor allem für Buchenberg schon ein Thema, da müsse ein Gesamtkonzept her, erklärte Dold. In Buchenberg wurden mehrere Messstellen eingerichtet, um Rohrbrüche schneller sichtbar zu machen. Link erinnerte dabei an die digitale Netzüberwachung.