In Schwenningen wird im Gemeinderat über die Wasserversorgung diskutiert.
Der Gemeinderat hat dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung für das Wirtschaftsjahr 2026 sowie der Finanzplanung für die Jahre 2025 bis 2029 zugestimmt. Kämmerin Rita Bosch sprach in der jüngsten Sitzung des Gremiums von einer erfreulichen Entwicklung sowohl beim Wasserbezug als auch dem Wasserverlust im Jahr 2025.
Die Wasserbezugsmenge reduzierte sich vom Jahr 2024 zum Jahr 2025 um 9260 Kubikmeter (m³) von 102.773 m³ auf 93.513 m³. Der Wasserverlust ging von 39.180 Kubikmetern im Jahr 2024 auf 21.317 m³ im Jahr 2025 zurück. Dies war ein Rückgang um 17.863 m³. Nach den Rekordverlusten von 42 Prozent im Jahr 2022 sowie 32 Prozent in 2023 und 38 Prozent in 2024, liege der Wasserverlust im Jahr 2025 mit 22,8 Prozent wieder in der Größenordnung wie in früheren Jahren.
Wasserzins wurde erhöht
Der Wasserzins musste für das Jahr 2026 von 3,68 Euro je Kubikmeter auf 4,55 Euro je Kubikmeter erhöht werden. Die Summe der Erträge des Erfolgsplanes 2026 liegt bei 367.000 Euro. Dem stehen gegenüber Aufwendungen von insgesamt 368.450 Euro. Diese verteilen sich auf 57.300 Euro für Materialaufwand, 44.950 Euro Abschreibungen, 9450 Euro Zinsaufwendungen und 256.750 Euro sonstige betriebliche Aufwendungen. Von diesen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 73.000 Euro für die Wasserbezugsumlage, 86.200 Euro für die Grund- und Sonderumlage sowie 40.000 Euro für die Anschaffung von Datenloggern vorgesehen. Das Ergebnis des Erfolgsplanes endet mit einem Jahresfehlbetrag von 1450 Euro.
Der Liquiditätsplan für laufende Geschäftstätigkeit sieht Einzahlungen in Höhe von 347.300 Euro sowie Auszahlungen von 314.050 Euro vor, was zu einem Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von 33.250 Euro führt. Der Liquiditätsplan für Investitionstätigkeit endet mit einem Zahlungsmittelbedarf in Höhe von 240.300 Euro. Darunter fallen die Wasserleitungen der Alten Pfarrstraße mit 81.000 Euro, der Stettener Straße mit 30.000 Euro, der Gewerbestraße mit 50.000 Euro sowie für die erste Rate zur Erschließung des Schlehenweges mit 68.000 Euro und für allgemeine Wasserleitungen in Höhe von 10.000 Euro. Der Zahlungsmittelbedarf aus Finanzierungstätigkeit umfasst 16.900 Euro für Tilgung und 9450 Euro für Zins zur Auszahlung an den Kernhaushalt der Gemeinde für die fünf gewährten Trägerdarlehen, zusammen demnach 26.350 Euro.
Liquiden Eigenmittel verringern sich
„Die liquiden Eigenmittel verringern sich zum Jahresende 2026 von 441.251 Euro auf 207.851 Euro“, so die Kämmerin Rita Bosch in ihrem Vortrag. Aber auf eine weitere Kreditaufnahme könne die Gemeinde vorerst verzichten. Außerdem beschloss der Gemeinderat die Anschaffung von 50 Geräusch-Datenloggern bei der Firma Gutermann samt Datenpaket für das Auswertesystem zum Preis von 35.986 Euro. Damit sollen im alten und maroden Wasserleitungsnetz schnellstmöglich Wasserrohrbrüche gefunden werden.
Die Gemeinde Schwenningen bezieht ihr Trinkwasser als sogenannte B-Gemeine (Vollversorger) komplett vom Zweckverband Hohenberggruppe mit Sitz in Meßstetten. Das Bezugsrecht beträgt 6,9 Liter in der Sekunde. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung umfasst die Versorgung des Gemeindegebietes, der Einwohner und Tiere mit Trinkwasser.