Den Jahresabschluss 2022 und den Wirtschaftsplan 2024 hat Verbandsrechner Daniel Bayer in jüngster Sitzung dem Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe vorgelegt. Beide wurden einstimmig zur Kenntnis genommen respektive genehmigt.
„Das ist ein Rückblick, der sich lohnt“, sagte Daniel Bayer, Meßstettens Stadtkämmerer und Verbandsrechner des Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe (ZWH) in dessen jüngster Sitzung. Gemeint ist damit der Jahresabschluss 2022, den er ebenso wie den Wirtschaftsplan 2024 den Verbandsmitgliedern präsentierte.
Den Auftakt machte Bayer mit dem Jahresabschluss 2022, der von den Mitgliedern einstimmig festgestellt wurde. Bemerkenswert war wieder einmal die Wasserbilanz: Insgesamt wurden rund 3,9 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert, wobei der ZWH etwa 3,45 Millionen selbst gefördert und den Rest bezogen hat.
Auch die Wasserabgabe mit rund 3,67 Millionen Kubikmetern ist laut Bayer ein neuer Rekord – wobei hier auch die Wasserverluste von etwa 178 000 Kubikmetern berücksichtigt wurden. Bei den Wasserbezügen sticht der Sommermonat August heraus: Die A-Mitglieder haben 271 436 Kubikmeter, die B-Mitglieder 136 201 Kubikmeter Wasser bezogen. Die Gesamtabgabe an Nicht-Mitglieder ist auf 20 375 Kubikmeter gesunken.
Hohe Investitionen
Etwa 1,9 Millionen Euro hat der ZWH im Jahr 2022 investiert; wesentliche Baumaßnahmen sind der Neubau des Wasserwerk Langenbrunn, die Leitung Dietsteige und Quellsammelleitung Nusplingen sowie der Abschluss der Fallleitung vom Hochbehälter Schwenningen zu dem in Irndorf. Zudem wurden weitere Zusatzvereinbarungen über einen Wassermonteur und Rohrnetzmeister mit der NetzeBW geschlossen.
Von den vorgesehenen 3,235 Millionen Euro an Krediten wurden laut Bayer nur zwei Millionen aufgenommen. Der Schuldenstand hat sich Ende 2022 auf rund 10,56 Millionen Euro erhöht.
2,7 Millionen Euro Kredite werden in 2024 aufgenommen
Auf diese und weitere Werte gibt der Wirtschaftsplan 2024 einen Ausblick, der gleichwohl einstimmig beschlossen wurde: Demnach sollen Kredite von etwa 2,7 Millionen Euro aufgenommen werden; der Schuldenstand erhöht sich von etwa 11,26 Millionen Euro – Stand Ende 2023 – voraussichtlich auf etwa 13,11 Millionen Euro.
Für Investitionen wird mit etwa 2,76 Millionen Euro geplant; darunter fallen die Reaktivierung der Neidinger Mühle, die Aufbereitung der Niederdruck-Schiene sowie der Förderpumpen im Wasserwerk Hammer. Hinzu kommen je eine zweite Rate für den Neubau des Hochbehälters Storzingen, dessen Fallleitung und die Leitung des Hochbehälters Hartheim. Auch die Erneuerung der Leitungen zur Einspeisung und die Armaturen an den Druckreglern Buchsteige, Lochen und Denkingen sind darin berücksichtigt.
Bei der Wasserabgabe rechnet die Verwaltung mit rund 3,2 Millionen Kubikmetern – knapp unter dem Wert von 2023. Auch die Verbandsumlagen mit rund 4,5 Millionen Euro werden mit etwa 97 000 Euro weniger veranschlagt als im Vorjahr angenommen wurde. Dasselbe gilt für den Materialaufwand mit etwa 2,37 Millionen Euro, der für 2024 um rund 281 000 Euro niedriger angesetzt wird.
Die Personallage bleibt mau
Für den laufenden Betrieb wird mit 177 000 Euro gerechnet sowie 133 000 Euro für „besondere laufende Maßnahmen“. Bei letzterem bilden ein Elektrotechniker und die Sanierung der Schachtbauwerke die größten Posten. Darüber hinaus bleibt das Personal laut Daniel Bayer auch in 2024 mit zwei Monteuren voraussichtlich auf demselben niedrigen Niveau wie in den Vorjahren.