Die Wasserversorgung ist Thema im technischen Ausschuss. Foto: © K.-U. Häßler – stock.adobe.com

Im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind die Kosten deutlich gestiegen. Das erfordert deutliche Gebührenerhöhungen, die vom Gemeinderat zunächst beschlossen werden müssen.

In Furtwangen wird die Wasserversorgung und die Entsorgung des Abwassers jeweils durch einen Eigenbetrieb geregelt, der damit eigenständig wirtschaftet. Im technischen Ausschuss wurden nun die Wirtschaftspläne für das kommende Jahr für diese beiden Eigenbetriebe beraten.

 

In beiden Bereichen sind die Kosten wieder deutlich gestiegen, die auf die Gebühren umgelegt werden müssen. Diese neuen Gebühren sind dann wieder die Basis für den Wirtschaftsplan und damit in der Folge für den Haushaltsplan der Stadt.

Dabei stellte sich den Gemeinderäten die Frage, ob es sinnvoll ist, die Wirtschaftspläne vor oder nach dem Haushaltsplan zu beschließen. Allerdings haben die Wirtschaftspläne mit ihren Zahlungen direkten Einfluss auf den Haushaltsplan. Andererseits aber sind in den Wirtschaftsplänen Maßnahmen eingerechnet, die vom Gemeinderat erst noch im Haushaltsplan beschlossen werden müssen. Auf jeden Fall lässt man es aktuell dabei, die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe vor dem Haushalt zu beraten.

Abwassergebühren müssten sich erhöhen

Bei der Berechnung der Kosten für 2025 ergeben sich für das Wasser und das Abwasser Gebührenerhöhungen, die in der Folge aber erst vom Gemeinderat beschlossen werden müssen.

Allerdings ist der Wirtschaftsplan für die beiden Bereiche bereits mit den neuen vorgeschlagenen Gebühren berechnet. Und diese Zahlen werden im Haushaltsplan der Stadt berücksichtigt. Falls der Gemeinderat diese Gebühren nicht beschließen würde, hätte das wieder Auswirkungen auf den Haushaltsplan.

Gebührenerhöhung muss erst beschlossen werden

Im Bereich der Wasserversorgung sind für 2025 etwa 900 000 Euro Ausgaben vorgesehen, die aber erst wieder bei einer späteren Berechnung in die Gebühren einfließen können. Dabei geht es um Baumaßnahmen beispielsweise in der Allmendstraße oder im Bereich des Radwegs Hinterschützenbach.

In Sachen Abwasser sind Investitionen von etwa 1,9 Millionen Euro geplant, damit wäre in diesem Bereich bereits viel erreicht. Durch die bisher getätigten Investitionen beim Wasser und Abwasser müssen sich eigentlich die Verbrauchsgebühren erhöhen, um wieder eine Kostendeckung zu erreichen. Nach dieser Kalkulation müssten sich die Abwassergebühren von 3,17 Euro auf 3,67 Euro je Kubikmeter erhöhen. Bei der Abwassergebühr fällt keine Mehrwertsteuer an.

Investitionen von 1,9 Millionen Euro

Deutlicher ist die mögliche Preiserhöhung beim Wasser: Bisher kostete der Kubikmeter Trinkwasser 1,92 Euro und müsste nun auf 3,07 Euro steigen, beim Wasser jeweils zuzüglich sieben Prozent Umsatzsteuer.