Im August letzten Jahres hatten die Bauarbeiten für den neuen Wasserhochbehälter in Egenhausen begonnen. So liegt das Projekt aktuell im Zeitplan.
Die Bauarbeiten für den neuen Wasserhochbehälter in Egenhausen neigen sich dem Ende zu. Im Verlauf der Arbeiten hätten die Verantwortlichen mit einigen Herausforderungen zu kämpfen gehabt, wie Björn Weller vom zuständigen Ingenieurbüro Alwin Eppler im Gemeinderat berichtet.
Seit August letzten Jahres wird an dem Behälter-Neubau am Egenhäuser Chausseehaus gebaut, der den mehr als 130 Jahre alten Vorgänger aus dem Jahr 1890 ersetzt. Mit zwei Wasserkammern wird der Neubau insgesamt 150 Kubikmeter Wasser fassen. Während der Bauarbeiten wurde die Gemeinde Egenhausen aus Altensteig notversorgt.
Deshalb gab es Verzögerungen
Im Oktober vergangenen Jahres wurden die fünfeinhalb Tonnen schweren Behälter-Module geliefert und verbaut.Damit war der größte und komplizierteste Teil der Bauarbeiten bereits erledigt. Eine wichtige Sache fehlte aber noch: Damit das Wasser im Behälter automatisch auf- und wieder abgefüllt wird, benötigt die Anlage einen elektrischen Schieber, erklärt Weller.
Bei der Lieferung des Schiebers kam es jedoch zu Schwierigkeiten: Die zuständige Firma sei derzeit mit ihren Aufträgen überfüllt und könne diesen deshalb nicht liefern, erläutert er.
Außerdem sorgte ein Fehler in der Kommunikation für Verzögerungen: Ein Schacht des Behälterkomplexes sei auf ein benachbartes Grundstück gebaut worden, ohne dass dies mit dem Eigentümer abgesprochen war, räumte Weller ein.
Nun müsse sich die Gemeinde erst einmal mit dem Eigentümer einigen, ob sie die Fläche für den Behälter nutzen darf, schildert Bürgermeister Sven Holder das weitere Vorgehen.
Anfang Juni soll Bauende sein
Dennoch stünden die Bauarbeiten kurz vor dem Ende, das Projekt werde planmäßig Anfang Juni fertiggestellt, verspricht Weller. Die End-Baukosten liegen voraussichtlich bei rund 638.520 Euro, rund 80 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel gedeckt.
Zum Jahreswechsel soll der neue Wasserhochbehälter dann vollständig in Betrieb gehen, stellt Bürgermeister Holder in Aussicht.
Als Übergangslösung werde der Behälter am Chausseehaus derzeit händisch von den Mitarbeitern des Bauhofs nachgefüllt und abgepumpt, bis der automatische elektrische Schieber angeliefert wird, erklärt er. Mit dem Eigentümer des bebauten Nachbargrundstücks werde derzeit schon ein Termin zur Absprache gesucht.
Trotz der Herausforderungen beim Bau ist der Bürgermeister mit dem Projekt aber sehr zufrieden: „Die Kommunikation war nicht optimal, da braucht man nicht zu diskutieren“, gesteht Holder ein. „Trotzdem ist das eine wichtige Investition, um eine gute Wasserversorgung in Egenhausen zu Gewährleisten“, sagt er stolz.