Ein Blick in die Baugrube an der Donaueschinger Güterstraße. Mit diesem eingesetzten Zwischenstück wurde die defekte Wasserleitung repariert. Foto: Kai Baudis/ Stadtverwaltung Donaueschingen

Das gusseisernes Rohr in der Güterstraße ist geflickt. Die Empfehlung, Wasser aus dem Hahn abzukochen, gilt allerdings weiterhin.

Der Wasserrohrbruch in der Güterstraße ist behoben. Das meldete Kai Baudis, Werksleiter Wasserwerk, am Mittwochvormittag. In der Nacht auf Dienstag war es dort zu einem massiven Rohrbruch gekommen – mit Auswirkungen auf die Wasserversorgung angrenzender Gebiete. Den ganzen Tag über wurde an der Fehlerbehebung gearbeitet, gegen Nachmittag hob ein Bagger in der Nähe des Penny-Marktes eine Grube aus, um den defekten Rohrabschnitt freizulegen.

 

Das Gusseisenrohr, vor gut 45 Jahren an dieser Stelle verlegt, wies einen rund 40 Zentimeter langen Riss auf. Ein Schaden, der zu groß war für die beiden Rohrschellen, die zunächst angebracht wurden. Das Wasser trat danach allerdings in geringerem Umfang aus der Leitung aus: genau der Effekt, den sich Baudis erhofft hatte. „Die Arbeiten fallen leichter, wenn die Grube nicht komplett vollläuft.“ Gleichwohl sei die Reparatur schwierig gewesen.

Förderleitung zum Hochbehälter

Eine zweite Leitung, eine Förderleitung zum Hochbehälter, war so dicht verbaut, dass sie bei den Arbeiten schlicht im Weg lag. Zudem war die Baugrube sehr eng. Man habe sich beim Ausheben auf die Fläche des Grünstreifens beschränkt, eine Erweiterung in Richtung Straße wäre möglich gewesen. Wegen der damit verbundenen Straßenbauarbeiten habe man das vermieden.

Eingesetzt wurde ein 1,5 Meter langes Stück Gusseisen. Zwei elastische Verbindungsstücke ermöglichten eine Anpassung an die Leitungsenden, ohne Druck auf das Material auszuüben. „So gegen 19.30 bis 20 Uhr waren wir fertig“, bilanziert Baudis. Ganz vorsichtig wurde nach und nach der Wasserdruck erhöht – und siehe da: die Leitung ist wieder dicht, die Grube konnte am Mittwochvormittag geschlossen werden.

Die Empfehlung, im betroffenen Gebiet auf Trinkwasser aus dem Hahn zu verzichten, oder es abzukochen, besteht weiter. „Wir haben zwei Proben genommen und einem Labor übergeben“, erklärt Kai Baudis. Er rechne damit, dass am Freitag ein unbedenkliches Ergebnis vorliege – dann werde die Empfehlung aufgehoben.