Clemens Maurer (von links), Andreas Renner, Stefan Teufel sprachen beim CDU-Unternehmertreff über Wasserstoff. Foto: Steinmetz

Beim Thema Wasserstoff kommt für unseren Leser Roland Dreizler die Debatte um den Energiebedarf der Wasserstoffproduktion und den entsprechenden Netzausbau zu kurz. Von der CDU wünscht er sich deshalb Antworten.

Antwortet!

 

Wasserstoffträume in der CDU und im Land?

In dem Artikel äußert sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Stefan Teufel zu den Handlungsfeldern in der Energiepolitik wie folgt: „Mit erneuerbaren Energien schaffen wir eine saubere Zukunft, die für alle greifbar sein muss. Statt Subventionen für wenige, brauchen wir eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung für alle. Das gelingt nur mit Wasserstoff, CO₂-Reduktion und leistungsfähigen Netzen.“

Es braucht viel Energie

Und der Leiter Politik und Regierungsangelegenheiten bei der EnBW, Andreas Renner, stößt ins gleiche Horn: Trotz der enormen finanziellen Herausforderungen und ungelöster Fragen, insbesondere in Bezug auf Wasserstoff, zeigt er sich zuversichtlich: „Das Glas ist halbvoll“.

Warum Wasserstoffträume? Weil keiner sagt, wie hoch der Strombedarf sein muss, um so viel Wasserstoff zu erzeugen, dass der Bedarf von Industrie und Haushalten gedeckt werden kann.

Unzureichender Netzausbau

Hochrechnungen ergeben, dass, um den Anteil der Industrie von 30 Prozent am Erdgasverbrauch in Baden-Württemberg mit Wasserstoff abzudecken, die zusätzliche Stromleistung von acht bis neun Atomkraftwerke mit der Leistung von Neckarwestheim notwendig ist.

Woher soll dieser Strom kommen? Und dabei gibt es noch das Problem des Ausbaus der Gasnetze für Wasserstoff. Denn die Bundesnetzagentur plant nur einen auf wenige Gebiete in Baden-Württemberg beschränkten Netzanschluss.

Die Mehrzahl der Städte und Kommunen gucken in die Röhre. Liebe Politiker in CDU, EnBW und im Land: Antwortet endlich!

Roland Dreizler, Rottweil

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