Der Stadtkämmerer Timo Müller erklärte den Geimenderäten in der jüngsten Sitzung, wo im Eigenbetrieb Wasserversorgung das Geld versickert. Foto: Rapthel-Kieser

Die vielen Rohrbrüche machen den Haushaltsplanern in jedem Jahr einen Strich durch die Rechnung.

Das Burladinger Wassernetz ist lang, alt und marode. Plötzlich auftretende Rohrbrüche machen den Finanzplanern des Haushaltes für den Eigenbetrieb Wasserversorgung deswegen regelmäßig einen Strich durch die Rechnung. Stadtkämmerer Timo Müller erläuterte den Räten die Planung für das Jahr 2025, blickte aber auch in die Zukunft und regte einige Maßnahmen an.

 

Erfreulich für die Burladinger dürfte sein, dass es im laufenden Jahr keine Erhöhung des Wasserpreises gibt. Der bleibt für Privathaushalte bei 3,50 Euro pro Kubikmeter. Für das Jahr 2026 werde man dann um eine Anhebung der Gebühr nicht herumkommen, betonte Müller.

Künftig Eigenverantwortung für Hausanschlüsse?

Denn schon in den Jahren 2022 und 2024 konnten wegen der hohen Anzahl an Wasserrohrbrüchen und den damit einhergehenden Kosten die Planergebnisse nicht erreicht werden. Und für das Jahr 2025 werden Fremdmittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro erforderlich sein. Die Tilgungsleistungen des Wasserhaushaltes liegen bei 488 000 Euro, die Verschuldung steigt auf insgesamt 7,5 Millionen Euro an.

Aufgrund dieser angespannten Situation beim Eigenbetrieb Wasserversorgung hat die Kämmerei auch im Haushaltsjahr 2025 einen städtischen Zuschuss von 150 000 Euro eingeplant. Im Vorjahr waren es noch 100 000 Euro. Damit kann der Verlustvortrag ein wenig abgefedert werden.

Für die Jahre ab 2026 regte Müller im Rat nicht nur an, die Gebühren „deutlich anzuheben“. Er warf auch eine andere Maßnahme in den Ring. Der Leistungsumfang des Eigenbetriebs Wasserversorgung könnte reduziert werden, indem die Stadt Hausanschlüsse, sofern sie nicht in öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen verlaufen, nicht mehr auf Kosten des Eigenbetriebs unterhält. In diesem Zusammenhang ist angedacht, den Anschluss und die Versorgung mit Wasser künftig wieder über eine öffentlich-rechtliche Satzung zu regeln.

Müller mahnt aber auch: „Trotz der geplanten Verschuldung sollte die Investitionsrate in den nächsten Jahren hochgehalten werden. Nur so kann der Eigenbetrieb bei den Unterhaltungsleistungen im Ergebnishaushalt künftig bessere Ergebnisse erzielen und langfristig die laufenden Aufwendungen für die Unterhaltung der Wasserleitungen reduzieren.“