Der Eintritt zum Triberger Wasserfall wird für Touristen teurer. (Archivfoto) Foto: Markus Reutter

Einiges in Triberg wird im kommenden Jahr teurer, allerdings in der Hauptsache für Touristen.

Ausnahme ist da auch nicht der Eintritt zur wichtigsten Attraktion in Triberg für Touristen: der Wasserfall – der aber, auf Nachfrage von Michel Hummel bei der Beratung über den städtischen Haushalt für 2026 im Gemeinderat, für alle Bewohner der Raumschaft kostenfrei ist, also auch für Schonacher und Schönwälder und endend beim Parken.

 

Der Wasserfalleintritt erhöht sich im kommenden Jahr nahezu durchgängig um einen Euro, lediglich die Familienkarte ohne Gästekarte kommt ohne Erhöhung weg, nicht aber die mit Gästekarte – die kostet künftig dasselbe wie die ohne Gästekarte. Man habe diesen Preis mit 20 Euro aber bewusst niedrig gehalten – und er betreffe nur die Gäste mit der „Schwarzwald-Card“. Man liege mit der Erhöhung noch immer im niedrigen Preissegment. Im Winter sind die Preise deutlich niedriger.

Im Winter günstiger

„Ab wann gelten die Winterpreise?“, wollte Burkhart Müller (CDU) wissen. Das sei witterungsabhängig und nicht an einem Datum festgemacht, wusste Stadtmarketingmanager Nikolas Arnold. Mit der Triberg-Card seien die Preise günstig, zumal sie mehrere Objekte betreffen. Ute Meier (SPD) befürwortete die Erhöhung, sah aber in der Satzung, dass die Ermäßigung zwar für mehrere Gruppen gelte, beispielsweise für Studierende, nicht aber für Schüler über 17 Jahre. Man werde das einarbeiten, versprach Bürgermeister Gallus Strobel. Auch die CDU gehe mit, äußerte sich Klaus Wangler. Kleines Schmankerl: Am 26. Oktober 2026 gebe es freien Eintritt für alle. Bei einer Enthaltung wurden die neuen Preise verabschiedet.

Parken wird teurer

Ebenfalls teurer wird vor allem für Besucher der Stadt das Parken, 50 Cent mehr pro Stunde soll es an allen schon bisher bewirtschafteten Parkplätzen kosten. Doch vor allem sollen die bisher nicht bewirtschafteten Plätze (Motorradparken Museum und beim Triberg Fantasy, Wohnmobilstellplatz Nußbach) künftig ebenso Geld kosten – hier setzt die Stadt auf „Easy Park“, wie bereits an mehreren Stellen üblich. Nußbachs Ortsvorsteher

Heinz Hettich erklärte, man gehe mit – allerdings wolle er festhalten, dass die Einnahmen am Wohnmobil-Stellplatz Nußbach vor allem für den Aufbau der dortigen Infrastruktur eingesetzt werde.

Gute Nachricht für Einheimische: Die Jahres-Parkkarte gilt weiterhin und kostet nach wie vor 25 Euro. Teurer wird es auch für Übernachtungsgäste: Die Kurtaxe für erwachsene Besucher steigt deutlich von drei auf vier Euro pro Tag. Junge Gäste bis 16 Jahre zahlen nach wie vor zwei Euro. Steigen soll außerdem die Jahreskurtaxe, von bisher 100 auf künftig 120 Euro. Auf Nachfrage erläuterten Rechnungsamtsleiterin Christin Rinnus und Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold, es gebe wohl um die 60 Personen, die diese in Anspruch nehmen, dies seien Zweitwohnungsbesitzer.

Manchmal muss man nachhelfen

Begründet wurde die Erhöhung mit den zahlreichen Gratisleistungen von „Konus“ zur Nutzung des Nahverkehrs oder enthaltene Eintritte zu Attraktionen wie auch der Nutzung der angrenzenden Skilifte. 47 Cent je Übernachtung gingen dabei an die Schwarzwald-Tourismus GmbH für die Nutzung von Konus. Klaus Wangler wollte wissen, wie das mit dem „Eintreiben“ der Kurtaxe funktioniere. Eigentlich ganz gut, nur bei den derzeit neu hinzukommenden Ferienwohnungen müsse man teilweise etwas „nachhelfen“, so Arnold. Bei den Erhöhungen für Parken und der Kurtaxe ging der Gemeinderat einstimmig mit.