Das Frischwasser, das in Geislingen aus dem Wasserhahn sprudelt, kostet ab 2026 mehr. Foto: Pixabay

Während die Gebühren für Frisch- und Abwasser leicht steigen, sinken diese für Regenwasser.

Die Stadt Geislingen überprüft die Wassergebühren jährlich, um größere Gebührensprünge zu vermeiden und Kostenentwicklungen zeitnah auszugleichen. Die aktuelle Neukalkulation basiert auf dem Wirtschaftsplan 2026 sowie den Vergleichswerten der Vorjahre. Die Frischwassergebühr lag seit drei Jahren unverändert bei 3,06 Euro pro Kubikmeter. Aufgrund gestiegener laufender Betriebskosten und höherer Abschreibungen – insgesamt rund 60 000 Euro – ergibt die neue Berechnung nun einen kostendeckenden Preis von 3,26 Euro pro Kubikmeter.

 

Zusätzlich wird ein anteiliger Ausgleich einer Kostenunterdeckung aus dem Jahr 2024 in Höhe von gut 6000 Euro vorgenommen. Durch diese Verrechnung erhöht sich der Gebührensatz um weitere zwei Cent auf 3,28 Euro pro Kubikmeter. Die neuen Preise sollen zum Jahresbeginn 2026 in Kraft treten.

Unter- und Überdeckungen werden verrechnet

Auch die Abwassergebühren wurden neu kalkuliert: Seit dem 1. Januar 2025 wurde für den Kubikmeter Schmutzwasser 3,44 Euro berechnet und 41 Cent pro Quadratmeter für Niederschlagswasser. Im kommenden Jahr wird die Abwasserentsorgung etwas teurer, während die Niederschlagswassergebühr sinkt.

Die Entsorgung eines Kubikmeters Schmutzwasser kostet künftig 3,46 Euro, für einen Kubikmeter Niederschlagswasser werden 36 Cent pro Quadratmeter.

Über- und Unterdeckungen

In den vergangenen Jahren ergaben sich im Bereich Schmutzwasser teils Unterdeckungen, teils Überdeckungen. Die Verwaltung schlug dem Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend vor, die Unterdeckung von 2021 direkt mit der Überdeckung aus 2024 zu verrechnen. Dadurch verbleibt ein offener Betrag von rund 46 400 Euro, der anteilig berücksichtigt wird. Für 2025 und 2026 werden weitere Überdeckungen erwartet, die zur vollständigen Verrechnung der Unterdeckungen aus 2022 und 2023 dienen sollen.

Im Bereich Niederschlagswasser bestehen dagegen Überdeckungen, die schrittweise von 2026 bis 2029 abgebaut werden, um gleichmäßige Gebühren zu sichern. Das Gremium stimmte den neuen Gebühren jeweils einstimmig zu.