Volker Kauder blickt mit Dankbarkeit auf 31 Jahre im Bundestag zurück und genießt am Ende der Ansprachen den Rottweiler Narrenmarsch. Foto: Weisser

"Es war mir keine Last, ich habe die Aufgabe gerne gemacht und viel erleben dürfen."

Kreis Rottweil (kw). So lautete beim Neujahrsempfang der CDU-Kreisverbände Rottweil/Tuttlingen das Fazit von Volker Kauder zu seiner 31-jährigen Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter.

Mit großer Dankbarkeit blicke er auf diese Zeit zurück. Den politischen Ruhestand, so kündigte er an, werde er noch nicht antreten. Denn: Er habe ein paar "politische Aufgaben" weiterzuführen. Deshalb werde man sich, sofern man gesund bleibe, immer wieder mal begegnen, sagte der frühere Fraktionsvorsitzende im Bundestag an die Adresse der zahlreichen Besucher.

Kauder genoss sichtlich die Anwesenheit vieler Weggefährten und persönlicher Freunde. Er wolle kein politisches Vermächtnis vortragen, sondern Dank sagen, erklärte der Tuttlinger am Rednerpult. Es sei für ihn ein Geschenk gewesen, den im Saal versammelten Personen begegnen zu dürfen.

"Europa nicht allein lassen"

Dankbar sei er für die Anregungen, Kritik und Unterstützung, die er immer wieder bekommen habe. Er bezog dabei viele Personen, von den Anfängen bei der Verwaltung im Landratsamt Tuttlingen bis zur politischen Position als Fraktionsvorsitzender, mit ein.

Eine politische Botschaft gab er den Gästen noch mit auf den Weg. Zu den Diskussionen um die Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine meinte Kauder: "Die Freiheit muss verteidigt werden, und dabei dürfen wir Europa nicht allein lassen."