Karl Nofer trägt ein schweres und gut gefülltes Heutuch auf dem Rücken.                      Foto: Zoller

Im lokalen Wortgebrauch der Siebentälerstadt Bad Herrenalb ist immer wieder von den "Heuränze" zu hören. Auf der Spurensuche nach den Ursprüngen hat Landwirt Karl Nofer aus dem Gaistal das in der Region verwurzelte Geheimnis gelüftet.

Bad Herrenalb - Aufschluss über den außergewöhnlichen Namen, der umgangssprachlich auch gerne mit dem mundartlich ähnlichen "dicken Ranzen", also einem vollgestopften Bauch, verwechselt wird, ist in der Landwirtschaft zu finden. Karl Nofer weiß aus eigenen Erfahrungen zu berichten: "Noch in meinen Kindertagen hat mein Vater das Futter für die Tiere vom unteren Gaistal bis hoch an den Waldrand in Tüchern getragen." Das war eine schwere und schweißtreibende Männerarbeit, bei der in sogenannten "Heu-Tüchern" eine Last von bis zu 30 Kilogramm auf dem Rücken zu befördern war. "Heuränze" ist in diesem Fall mit der Bedeutung einer Lastentasche – einem Ranzen, wie noch heute beim Schulranzen gebräuchlich – für den Rücken gleichzusetzen, um möglichst rückenschonend die Nahrung für das Vieh zu transportieren.

Unser Bestes.

Aus der Region, für die Region

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen SB Plus Artikel interessieren. Erhalten Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Webseiteninhalte mit SB Plus Basis.

  • 4 Wochen kostenlos
  • Danach nur 6,99 € / Monat*
  • Jederzeit kündbar
*Monatspreis nach 12 Monaten: 9,99 €
Jetzt 4 Wochen kostenlos testen

Starke Nachrichten aus der Region, auf den Punkt recherchierte Exklusivgeschichten, prägnante Kommentare – mit SB Plus wissen Sie, was vor Ihrer Haustüre geschieht.

Wir sind vor Ort, damit Sie informiert sind. Wir fragen nach, damit Sie mitreden können. Wir werden konkret, damit Sie leichter den Überblick behalten.

Mit SB Plus lesen Sie von überall, rund um die Uhr unser Bestes auf der Webseite. Durch Ihr Abonnement fördern Sie regionalen, unabhängigen Journalismus, welcher von unseren Redakteuren geleistet wird.

Ihr Schwarzwälder Bote

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: