OB Michael Keßler (CDU) hat eine gute Nachricht: Horb bekommt jetzt den Fruchtkasten. Wann die Übergabe ist und wie es weiter geht.
Jetzt kann es richtig losgehen mit dem Umbau der Kernstadt: Laut OB Michael Keßler (CDU) hat Horb jetzt den Fruchtkasten gekauft. Das ehemalige Polizeirevier soll jetzt das Schmuckstück im Kernstadt-Umbau werden.
Keßler sagt im Gemeinderat: „Die Stadt hat jetzt den Fruchtkasten gekauft. Die Übergabe an uns wird am 17. Dezember sein.“
Er selbst habe den Kaufvertrag nicht als eine der ersten OB-Amtshandlungen unterschrieben. Rathaussprecherin Inge Weber: „Der Kaufvertrag wurde von einer bevollmächtigten Mitarbeiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung unterzeichnet.“
Das hat der Fruchtkasten die Stadt Horb gekostet
Was hat eigentlich der Horber Fruchtkasten gekostet? Keßler: „Wir haben 784.000 Euro bezahlt. Weil der Fruchtkasten im Sanierungsgebiet liegt, bekommen wir 60 Prozent an Förderung – auch für den Umbau.“
Der Kauf ist für den neuen OB von Horb enorm wichtig. Keßler: „Wir werden uns alle Gedanken machen, wie wir den Fruchtkasten nutzen wollen. Ich schlage vor, dass auf der Klausurtagung Anfang des Jahres zu machen.“
Stadtbibliothek, Rats- und Konzertsaal?
Unter Keßlers Amtsvorgänger Peter Rosenberger hat es schon einen internen Ideenwettbewerb gegeben. Neben einem Rats- und Konzertsaal wurde auch überlegt, die Stadtbibliothek in den Fruchtkasten zu verlegen. Für OB Keßler ist dieses Nutzungskonzept enorm wichtig: „Es ist Aufgabe des Gemeinderates, ein Nutzungskonzept zu entwickeln und abzustimmen. Damit sich die Investition auch lohnt.“
So geht es mit dem Stadtumbau weiter
Im Frühjahr 2026 – so Keßler bei Horb Aktiv – sollen dann dann die Kostenschätzungen des Planungsbüros für den Kernstadtumbau im Gemeinderat vorgelegt werden. Dann muss der Gemeinderat entscheiden, was wie umgebaut wird und mit welchen Details. Dann ist auch abzuschätzen, was der Kernstadt-Umbau ungefähr kosten könnte.
Keßlers Ziel ist es, die ersten beiden Bauabschnitte (Areal Fruchtkasten, Grüner Ring) bis zur Eröffnung der Hochbrücke 2028 fertig zu haben. Da sollte der Gemeinderat spätestens bis Herbst 2026 entschieden haben, wie es weitergeht.
Keßler: Sondervermögen vom Bund hilft uns
Auch das „Sondervermögen“ des Bundes hilft beim Kernstadtumbau. Horb bekommt in den nächsten Jahre insgesamt 15 Millionen Euro vom Bund.
Keßler: „Damit lassen sich unsere Projekte positiver darstellen.“ Neben dem Umbau der Kernstadt, für die Amtsvorgänger Rosenberger (CDU) Kosten wie beim Stadtumbau Nagold mit 22 Mio. Euro Eigenanteil angesagt hatte, steht auch der Neubau der Stadionssporthalle auf dem Leuco-Areal an. Hier liegen bisher Grobkostenschätzungen in Höhe von rund 14 Mio. Euro auf dem Tisch.