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Was macht eigentlich Michael Ballack?

Von
Quelle: Unbekannt

Etwas verstört schaut er drein, unser "Capitano". Nach dem überraschend deutlichen Sieg gegen Argentinien lächelte Ballack zwar in die Kameras, aber man musste kein Menschenkenner sein, um zu erkennen, dass dieses Lächeln gezwungen war.

Sein Blick sprach Bände: Weinerlich, so würde ich seinen Ausdruck bezeichnen. Er erkannte wohl, wie gut seine Mannschaft eigentlich ohne ihn spielen konnte. Doch er ist sich sicher, wenn er wieder fit ist, wird er wieder zusammen mit seiner Mannschaft auf den Platz gehen. Aber wird er auch zusammen mit ihnen spielen?

Der Schnellste war er noch nie  

Michael Ballack, über viele Jahre Spieler bei Chelsea London und jetzt Bayer Leverkusen, ist nun 33 Jahre alt, beim nächsten großen Turnier, der EM in zwei Jahren, ist er 35. Dies widerspricht dem neuen Jugendstil von Jogi Löw aufs Krasseste. Auch seine Anfälligkeit gegenüber Verletzungen ist groß und der Schnellste war er noch nie.

Natürlich, an internationaler Erfahrung und Leaderfähigkeiten kommt kein anderer Spieler der jungen Nationalmannschaft an Ballack ran, aber ist das zwingend notwendig? Auf seiner Position, dem klassischen Sechser, harmonieren Bastian Schweinstieger und Samy Khedira als wenn sie schon immer zusammen gespielt hätten. Schweini übernimmt dabei das Zepter vom verletzen Kapitän, die Binde trägt Philipp Lahm.

Michael Ballack (l), und Philipp Lahm dehnen sich während eines Trainings. Foto: dpa

Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Selten hat eine deutsche Mannschaft uns so bei einer Weltmeisterschaft begeistert. Und das niedrige Durchschnittsalter lässt hoffen, dass dies erst der Anfang ist. Viele sähen einen Rückschritt für die Mannschaft, wenn Michael Ballack wieder in die Startelf rückt. Sein Spiel passt einfach nicht zum jugendlichen, schnellen, kombinationssicheren Spiel des Teams. Was also tun mit dem angestaubten Leader der Nationalmannschaft?

Wer soll für ihn weichen?

Diese Situation klärt sich vielleicht bald selbst. Vor allem, wer soll für ihn weichen? Bastian Schweinsteiger, der zum besten Spieler der deutschen Elf avanciert, sicher nicht und auch Samy Khedira, der zwar unauffällig, aber zu jedem Zeitpunkt sicher und überlegt, spielt, kommt ebenso wenig in Frage. Klar, manche behaupten, Michael Ballack könnte die Position neben Schweinsteiger noch besser ausfüllen als der Stuttgarter, aber woher nehmen diese Kritiker ihre Sicherheit?

Wieder andere erwarten von Ballack nun den Rücktritt aus der Nationalmannschaft, ein symbolischer Handschlag, wie Oliver Kahn gegenüber Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien bei der WM 2006. Ist die neue Position von Michael Ballack also nicht mehr auf sondern neben dem Platz? Vielleicht darf er ja Platz nehmen, zwischen den Herren Löw, Flick und Bierhoff. Als Berater, Motivationscoach… oder Maskottchen?
 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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