Warten auf Neuigkeiten (Karikatur) Foto: Melanie Jilg

Die Bewohner warten auf die erlösende Nachricht, dass die Übernahme durch die Firma Kenk klappt. Es ist an der Zeit Klarheit zu schaffen, findet unser Autor.

Verzweiflung und Wut, dann Hoffnung und Optimismus, nun gespanntes Warten: Die drohende Schließung des Pflegeheims St. Hildegard ließ und lässt die Menschen im Schuttertal nahezu jede Emotion durchleben. Noch immer ist nicht klar, wie es weitergeht – und es läuft die Zeit davon.

 

Am 21. Juli wurde bekannt, dass die Firma Kenk aus Lahr das Haus gerne übernehmen möchte, Verhandlungen mit der Caritas aufgenommen hat. Die Reaktionen waren überschwänglich positiv, ein nahtloser Übergang schien in Reichweite. Das ist jetzt fast acht Wochen her und welche Neuigkeiten gibt es? (Noch) keine.

Beide Parteien betonten zuletzt auf Anfrage unserer Redaktion ausdrücklich, dass die Verhandlungen laufen, Ergebnisse verkündet werden, sobald es welche gibt. „Es wäre geil wenn’s klappt“, so Geschäftsführer Jonas Kenk wörtlich. Das würde nicht jeder so ausdrücken, doch im Kern spricht er den Bewohnern, Angehörigen und vielen Mitarbeitern aus der Seele.

Gespräche haben Fahrt aufgenommen

Je länger die erlösende Pressemitteilung auf sich warten lässt, desto mehr Unsicherheit macht sich breit. Immerhin, so ist zu hören, sollen die Gespräche nun richtig Fahrt aufgenommen haben. Der Schwarze Peter wird gerne der Caritas zugeschoben. Gerade die sollte aber nach all dem Schmerz nun im Sinne der Menschen im Schuttertal handeln und eine Übernahme ermöglichen. So könnte sich der Verband Ende des Jahres gesichtswahrend aus St. Hildegard verabschieden.

Dessen Bewohner freilich sitzen auf widerwillig gepackten Koffern. Unabhängig vom Ergebnis müssen Caritas und Kenk jetzt Klarheit schaffen, damit die Gemeinden das weitere Vorgehen planen, die Senioren im Idealfall ihre sieben Sachen wieder einräumen können. Auf dass die Gefühlslage bald Richtung Freude und Erleichterung schwingt. Ein bisschen Geduld müssen die Menschen noch aufbringen. Hoffentlich zahlt sie sich aus.