Hohe Rauchwolken: Ein Bauernhaus steht in Wachendorf in Flammen. Foto: Marzell Steinmetz

Die Feuerwehr kämpfte am Dienstag gegen einen Brand in einem alten Bauernhaus in Wachendorf. Der starke Rauch führte zu Warnmeldungen für die Bevölkerung.

Die Feuerwehr musste am Dienstag zu einem Wohnhausbrand in Wachendorf ausrücken. In der Frommenhauser Straße war kurz nach 14 Uhr starke Rauchentwicklung gemeldet worden.

 

Die Flammen schlugen aus dem Dach, dicker schwarzer Rauch stieg in die Höhe. Die Feuerwehren aus Wachendorf und Bierlingen waren schon sieben Minuten nach dem Alarm vor Ort. Das Feuer schien im hinteren Bereich ausgebrochen zu sein. Während die Bierlinger Feuerwehrleute sofort mit der Brandbekämpfung begannen, sicherten die Wachendofer Einsatzkräfte das Nachbargebäude.

Feuerwehr muss Übergreifen des Feuers verhindern

Es bestand die Gefahr, dass das Feuer auf andere Häuser übergriff. Per Riegelstellung konnte dies vermieden werden. Nach und nach rückten die Feuerwehren aus den anderen Starzacher Ortsteilen, Hirrlingen, Rottenburg mit der Drehleiter und Tübingen mit Gerätewagen Atemschutz an.

Derweil wurde die Wasserversorgung beim Kindergarten am Löschwasserbehälter aufgebaut worden. Aus neun C- und einem B-Rohr wurde der Brand bekämpft. Nicht nur von außen: Atemschutzgeräteträger starteten einen Innenangriff. Sie arbeiteten sich von unten nach oben. Die zwei Stockwerke des alten Bauernhauses standen im Vollbrand.

Große Wassermengen dringen ins Gebäude

Die Drehleiter leistete von oben gute Dienste: Mit dem Wasserstrahl wurden die Ziegel „weggeschossen“, so dass große Wassermengen ins Gebäude dringen konnten. Gleichzeitig wurde von der rückwärtigen Seite aus mit mehreren Rohren gelöscht. Zum Haus gehörte eine Scheune. Sie wurde aufgebrochen, um auch dort gezielt löschen zu können.

Flammen schlagen aus dem Dach. Foto: Marzell Steinmetz

Etwa nach einer halben Stunde hatten die Feuerwehrleute den Brand weitgehend im Griff. Allerdings gab es, wie von der Drehleiter aus festgestellt werden konnte, im Innenbereich noch etliche Glutnester.

92-jährige Bewohnerin bleibt unverletzt

Die wichtigste Meldung bei der Lagebesprechung, an der auch Bürgermeister Thomas Noé teilnahm, war: „Keine Verletzten, keine Vermissten.“ Das Haus bewohnte eine 92-jährige Frau. Sie befand sich zum Glück schon außerhalb des Gebäudes, als der Brand ausbrach. Sie wurde von Nachbarn betreut, später kamen ihre Kinder dazu.

Auf dem Dach sind große Schäden sichtbar. Foto: Marzell Steinmetz

Zur Brandursache konnten der Starzacher Gesamtkommandant Simon Widemann und die Polizei noch keine Angaben machen, auch nicht zur Höhe des Schadens. Das Haus dürfte jedoch bei dem vielen Löschwasser unbewohnbar sein. Ermittlungen würden folgen, sobald das Haus gefahrlos betreten werden könne.

Starke Rauchentwicklung

An die Bevölkerung ging eine Warnmeldung wegen des starken Rauchs heraus, dass Türen und Fenster geschlossen werden sollten. Sie konnte aber schon bald wieder aufgehoben werden. Es habe auch keine Gefahr wegen gefährlicher Schadstoffe in der Luft bestanden, hieß es.

Die Löscharbeiten am Ortsausgang Richtung Frommenhausen beobachteten aus sicherem Abstand etliche Zuschauer. Die Frommenhauser Straße musste für den Verkehr gesperrt werden. Insgesamt waren 15 Fahrzeuge der Feuerwehren, 69 Einsatzkräfte, das DRK und die Polizei vor Ort.