Die Schönwälder Strickbegeisterten (von rechts) Hildegard Obert und Monika Maaß übergeben hunderte handgearbeitete Kleidungsstücke an Lucia Schupp. Barbara Rombach und Karl Rißler vom Tafelladen in Triberg. Diese werden gegen ein sehr geringes Entgelt an Bedürftige ausgegeben. Foto: Kommert

Warme Kleidung für arme Menschen gibt es für einen geringen Preis im Tafelladen in Triberg. Möglich macht dies eine Spende der Frauen, die sich regelmäßig zum Handarbeiten im "Eschle" in Schönwald treffen und nun Gestricktes von ­Socken bis zu Hand­schuhen spendeten.

Triberg/Schönwald - Seit mehr als zwei Jahren stricken Frauen aus Schönwald für einen guten Zweck – die Tafel des Vereins "Mach mit" erhält die Früchte der Arbeit der Strickerinnen aus dem Kurort. Eigentlich, so Hildegard Obert als neue "Chefin" der strickbegeisterten Frauen, sei das in diesem Jahr gar nicht auf ihrem Schirm gewesen, erst eine Anfrage vom Tafelladen habe sie darauf gebracht.

 

Kartons voll mit Strickwaren

Zum dritten Mal seit 2019 übergaben die Frauen mehrere große Kartons voll mit Strickwaren – von der Mütze bis zu den Socken waren in vielerlei Größen Dinge dabei, die helfen, die kalte Jahreszeit gesund zu überstehen. Aus dem schwachen Geschäfts des kleinen Weihnachtsmarkts im "Eschle" seien genügend hochwertige Strickwaren übrig, beispielsweise eine ganze Reihe an Mützen aus teurer Alpaka-Wolle.

Normalerweise sitzen in Schönwald einige Frauen zwei Mal monatlich am Mittwochabend ab 19.30 Uhr im ehemaligen "Atomladen" ("Eschle") unter Leitung von Hildegard Obert zusammen, um sich gegenseitig zu inspirieren beim Stricken, Häkeln, Nähen oder Filzen. Das sei in Corona-Zeiten mit Mindestabstand und hohen hygienischen Auflagen schwieriger geworden, doch unter Einhaltung der 2G-Regeln machbar. Doch da sie über das Stricken für die Tafel nicht informiert war, habe man das einfach nicht getan. Auf Basis der vielen übrig gebliebenen Strickwaren vom Weihnachtsmarkt wurde es dennoch ein überwältigendes Ergebnis, denn vielerlei handgearbeitete Wollerzeugnisse wie Mützen, Handschuhe, Schals, Socken und Jacken für Frauen, Männer und vor allem Kinder konnten Lucia Schupp, Barbara Rombach und Karl Rißler nun im Tafelladen in Triberg entgegen nehmen.

"Wir betreuen derzeit nur noch etwa 15 Käufer. Allerdings sind Familien dabei, die manchmal mehr als zehn Personen umfassen – in der Hauptsache sind das nunmehr ehemalige Flüchtlinge", erklärte Karl Rißler auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Warum die Zahl so zurückgegangen sei, könne er allerdings nicht sagen. Die vielen anderen Waren werden größtenteils von der Zentrale des Vereins "Mach mit" aus Schwenningen angeliefert. "Wir bekommen aber auch teilweise Ware aus der Raumschaft", betonte er.

Restliche Kleidungsstücke erhält der Trägerverein "Mach mit"

Rißler erklärte, dass die Spende wie im Vorjahr am nächsten Ausgabetag an Bedürftige gegen ein sehr geringes Entgelt abgegeben werde. "Alles, was übrig bleibt, geben wir an den Trägerverein ›Mach mit‹ weiter, der die Kleidungsstücke dann an die anderen Tafelläden verteilt", wusste er ferner zu berichten. Rißler dankte den fleißigen Frauen aus der Nachbargemeinde für die erneut riesigen Mengen an wundervoll warmen Kleidungsstücken, bei denen auch Handschuhe für Männer dabei waren, die sich einige der Bedürftigen gewünscht hatten.