Nach dem Vorfall am Freiburger Hauptbahnhof, bei dem ein junges Paar Sex gehabt hat, gibt die Bundespolizei Auskunft über den Stand der Ermittlungen.
Ein Vorfall, der sich am Freiburger Hauptbahnhof abgespielt hat, sorgt für Aufsehen. Am Dienstagabend, 22.30 Uhr wurde der Bundespolizei gemeldet, dass im Wartehäuschen auf Gleis 2 und 3 ein junges Paar Sex haben würde. Die beiden wurden von der Bundespolizei dort angetroffen.
Zu einer Festnahme sei es aber nicht gekommen. „Der Tatbestand der Erregung öffentlichen Ärgernisses zieht keine Verhaftung nach sich“, erklärt Katharina Keßler von der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein. Auch zum Gesundheitszustand der 19-jährigen Frau, die unter dem Einfluss von Betäubungsmittel gestanden habe, gebe es keine neuen Informationen.
Ob weitere Verstöße gegen das Gesetz vorliegen, müsse noch ermittelt werden. Ob der Sex zwischen den beiden einvernehmlich war oder nicht, dazu könne man aktuell noch keine Aussage treffen. Die Ermittlungen seien rund 36 Stunden nach dem Vorfall noch voll im Gange, so Katharina Keßler auf Nachfrage unserer Redaktion.
Videomaterial ist wichtiges Beweismittel
Das sicher gestellte Videomaterial auf dem Smartphone des 23-Jährigen sei ein wichtiges Beweismittel. Sofern der Sex einvernehmlich gewesen sei, liege dort keine strafbare Handlung vor.
Wenn sich jedoch herausstellen sollte, dass die 19-Jährige dem Geschlechtsverkehr nicht zugestimmt habe, könnte es gegen den jungen Mann weitere Ermittlungen geben, so die Bundespolizistin.
Sex am Bahnhof ein seltener Fall
Fest steht jedoch, dass es sich bei diesem Vorfall auch für die Bundespolizei um einen äußerst seltenen Fall handelt. „Ich bin seit 2007 bei der Bundespolizei und das ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist“, bestätigt Katharina Keßler von der Bundespolizei.
Auch an den anderen Bahnhöfen im Zuständigkeitsgebiet des Bundespolizeipostens Weil am Rhein seien ihr solche Vorfälle nicht bekannt.