Seit 2021 ist der Bau beschlossen, der Mast längst errichtet – doch in Betrieb ist er bis heute nicht.
Es ist still geworden um den Funkmasten im Breitenberger Wald. Bereits 2021 wurde dessen Bau beschlossen. Mittlerweile steht er, in Betrieb ist er allerdings immer noch nicht. Dabei wird der Bedarf für ein gut ausgebautes Mobilfunknetz nicht kleiner – für Homeoffice, Handyverbindung oder die Nutzung von serverbasierten Online-Anwendungen, die auch über die Handymasten funktionieren.
In einer Gemeinderatssitzung Anfang des Jahres fragte einer der Gemeinderäte nach dem Stand der Dinge. Bürgermeister Martin Buchwald konnte nicht viel sagen. Der Auftrag zur Montage der Antenne sei zwar bereits erteilt, ein Datum konnte jedoch noch nicht genannt werden. Buchwald verweist auf die ATC Holding GmbH, einen amerikanischen Investor.
Vor ziemlich genau fünf Jahren war der Funkmast schonmal Thema im Gemeinderat. Damals stimmte das Gremium dem Vorhaben von ATC zu.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Co. erreichbarer
Der 50 Meter hohe Stahlgittermast in Breitenberg sollte Funklöcher nachhaltig schließen. Bernd Land, der im Landkreis für Infrastruktur zuständig ist, erklärte 2021, dass normalerweise Mobilfunkanbieter die Aufgabe haben, das Netz auszubauen. Dafür brauchen sie aber geeignete Standorte. Wenn der Landkreis oder die Kommunen jedoch nicht in der Lage sind, Flächen für Funkmasten bereitzustellen, können die Betreiber dort nichts bauen – und sind nicht mehr in der Verantwortung, das Netz weiter auszubauen.
Mit der Inbetriebnahme eines Funkmastes in Breitenberg ist nicht nur bei den Funklöchern eine Verbesserung zu erwarten. Land sah in der Sitzung aus April 2021 auch einen Sicherheitsvorteil für die Bevölkerung. Neben den Nutzungsanfragen der großen Mobilfunkbetreiber, können auch Feuerwehr und Rettungsdienst ihre unabhängigen Systeme an dem Mast verankern. Dadurch würde sich die Erreichbarkeit des Rettungspersonals verbessern, wie 2021 deutlich gemacht wurde.
Aus weißen sollen graue Flecken werden. Mit weißen Flecken sind bei der Mobilfunknetzabdeckung Gebiete gemeint, in denen aktuell keine Versorgung mit 4G oder 5G besteht. Die grauen Flecken hingegen werden von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit mindestens 4G versorgt, ist auf der Internetseite des Landes Baden-Württemberg nachzulesen.
Abhängig von Mobilfunknetzbetreibern
Das Funkturmunternehmen ist für die passiven Komponenten des Mobilfunkmastes zuständig. Für die Antennenanlage – also den aktiven Teil – hingegen sind die Mobilfunknetzbetreiber verantwortlich. Jetzt liegt es an diesen, wann der Funkmast in Betrieb geht.
Buchwald kann auf Anfrage unserer Redaktion „nicht viel“ Neues berichten. Der Auftrag, um den Mast mit der aktiven Technik auszustatten, sei schon längst erteilt. Doch es zieht sich und es gibt nur vage Informationen. Noch immer steht kein Datum für die Inbetriebnahme der Antenne fest.