Eine „Augenblick“-Runde des Naturparks soll es bald auch in Dornstetten geben. Das kündigte Tourist-Info-Leiterin Ellen Brede-Lenk im Rahmen der Haushaltsberatung an.
Trotz zügigen Ablaufs gab es bei der Beratung des Haushaltsplanentwurfs im Dornstetter Gemeinderat doch kleinere Nachfragen und Diskussionen.
So zum Beispiel bezüglich eingeplanter Gelder für elf Notebooks und 20 zusätzliche Tablets an der Andreas-Steinhöfel-Grundschule. Aus den Reihen der Fraktion Freie Wähler/CDU wollte Joachim Lehmann wissen, was damit geschehe und wer sie nutzen solle. Ilona Costantino fragte, wieso man 20 zusätzliche Geräte benötige. In der Sitzung anwesende Lehrer wiesen sodann auf den dringenden Bedarf hin.
Näheres wissen wollte Ilona Costantino auch in Sachen neue Möbel für Klassenzimmer in der Realschule. Viel Mobiliar sei in die Jahre gekommen und defekt, erläuterte der Rektor. Man benötige Geld für maximal fünf Klassenzimmer, etwa 15 000 Euro.
Brett will bei Öffentlichkeitsarbeit sparen
Mehr Personalaufwendungen beim Gymnasium wiederum seien – auch hier hatte Ilona Costantino nachgefragt – mit Kosten für die seit 2024 tätige Integrationskraft erklärbar, hieß es seitens des dortigen Schulleiters.
Scharf kritisierte Eberhard Brett (AfD), der häufig beim Thema Personalkosten nachhakte, beim Punkt „Stadtentwicklung“ eingeplante Gelder für Koordination, Pressearbeit, Begleitung und die Pauschale für Arbeitskreise in Höhe von 15 000 Euro respektive 10 000 Euro. Dies sei zu streichen, man müsse sparen, so Brett.
Brede-Lenk: Ehrenamtliche erhalten kein Geld
Ellen Brede-Lenk, zuständige Leiterin dieses Bereichs, erwiderte, die 15 000 Euro seien schon ein gekürzter Betrag. Und Ehrenamtliche erhielten ohnehin kein Geld. Kosten entstünden aber durchaus manchmal beim Einholen notwendiger fachlicher Unterstützung. Und für Arbeitskreise benötige man im Schnitt jährlich nur rund 3000 Euro. Man müsse an Verbrauchsmittel denken, damit gearbeitet werden könne.
Marc Oliver Vogt (OGL) betonte zudem, wie positiv das Marketing der Stadt Dornstetten immer wieder auffalle und in der Öffentlichkeit Beachtung finde.
Zuschuss vom Naturpark
In diesem Zusammenhang stellte Ellen Brede-Lenk die geplante „Augenblick“-Runde für Wandertouristen vor, die es andernorts schon mehrfach gebe. Auch dieser Punkt war im Gremium hinterfragt worden, dafür sind 42 000 Euro eingeplant. 17 500 Euro Zuschuss flössen dafür vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, so Brede-Lenk, die auch die Tourist-Information leitet. Jährliche Folgekosten seien mit 1111 bis 1400 Euro veranschlagt.
Das Ganze sei als zusätzlicher Anreiz für Touristen gedacht, sich schneller und besser zurechtzufinden vor Ort. Dass der Schwarzwaldverein in Sachen Wanderwege grundsätzlich wunderbare Arbeit leiste, sei damit nicht in Frage gestellt, so Brede-Lenk.