In einer Höhle kann man sich im Sommer gut abkühlen. Foto: Günther Weinert

An das Städtchen Heubach bei Schwäbisch Gmünd grenzt einer der markantesten Berge der Ostalb: Der Rosenstein. Er bietet herrliche Aussichtspunkte und eine Vielzahl von imposanten Höhlen, die teilweise ganzjährig begehbar sind. Auf dieser Rundwanderung kann man 5 davon besichtigen.

Von den vielen Wandermöglichkeiten rund um den Rosenstein bietet diese Tour, mit geringen Steigungen und einer kurzen Strecke, ein großes Potenzial an vielfältigen Naturerlebnissen. Die Ruine Rosenstein, das Können der Kletterer an den imposanten Felsen und die Waldschenke sorgen für weitere Abwechslung. Eine Wanderung, die im Japanischen als „Shinrin Yoku“ bezeichnet werden kann und im Deutschen kurz als „Waldbaden“ bezeichnet wird.

 

Ihr Ausflug zur Ostalb hat jedoch noch mehr zu bieten, denn Sie können diese Tour mit zwei weiteren TOP-Zielen verbinden: Besuchen Sie die Altstadt von Schwäbisch Gmünd oder machen Sie eine Führung im Kloster Lorch, das hoch über dem Remstal thront.

Streckenlänge: 5,5 km

Höhenunterschied: Auf- und Abstiege jeweils 183 m

Anfahrt: Heubach, am Fuße des Rosensteins, erreichen Sie von Stuttgart kommend über die B 29. In Schwäbisch Gmünd fahren Sie dann auf der L 1161 über Bargau nach Heubach.

Start und Ziel: Ausgangspunkt und Endpunkt der Rundwanderung ist der Wanderparkplatz oben auf dem Rosenstein. Sie erreichen ihn über die Fritz-Spießhofer-Str. und den Pionierweg. Parkplätze gibt es genügend.

Hier geht’s lang

Die Route. Foto: Geobasisdaten ©www.lgl-bw.de/Bearbeitung: Günther Weinert

(1) Folgen Sie vom Parkplatz aus dem „roten Dreieck auf weißem Grund“ (Schwäbische Alb Nordrand-Weg) ca. 300 Meter Richtung Nordwesten. Achtung! An der ersten Weggabelung wenden Sie sich nach rechts und folgen der „roten Gabel auf weißem Grund“ bzw. der Nummer 1.

(2) Die „rote Gabel“ führt Sie zum „Finsteren Loch“. Das „Finstere Loch“ ist eine Durchgangshöhle und ist mit einer Länge von 140 Metern die längste Höhle am Rosenstein. Außer den beiden natürlich entstandenen Zugängen verfügt sie noch über einen von Menschenhand entstandenen seitlichen Zugang, der auch als „Fenster“ bezeichnet wird. Von Oktober bis April ist die Höhle wegen der Winterruhe der Fledermäuse mit einem Gitter verschlossen.

Im „Finsteren Loch“ ist es teilweise extrem rutschig. Vorsicht ist geboten! Vor der Begehung sind entsprechende Sicherheitsregeln zu beachten.

(3) Ein kurzes Wegstück weiter und Sie stehen am ersten Aussichtpunkt, dem Sedelfelsen, mit prächtigem Blick entlang des Albtraufs.

(4) Nun folgen gleich zwei Höhlen. Eine Staffel auf der rechten Seite bringt Sie in die „Große Scheuer“ und der Pfad am Hang entlang geht zur Höhle mit der Bezeichnung „Das Haus“. Der Wanderweg tangiert im weiteren Verlauf weitere Aussichtspunkte direkt am Albtrauf

(5) Der nächste wichtige Orientierungspunkt ist die Waldschenke Rosenstein mit Spielplatz und Biergarten

(6) Auf dem Weg nach Westen hat der Wanderer vom Lärmfelsen aus dann einen herrlichen Blick auf Heubach, das Remstal und den Schwäbisch-Fränkischen Wald

(7) Gleich daneben die Ruine Rosenstein

(8) Steil hinab geht es dann zur „Kleinen Scheuer“. Diese Höhle liegt direkt unter der Ruine. Hier kann man oft das Können der Kletterer bewundern.

(9) Die letzte Höhle auf dem Wanderweg ist die „Dreieingangshöhle“. Der Pfad zwischen der „Kleinen Scheuer“ und der „Dreieingangshöhle“ ist etwas schmal und führt am Hang entlang. Man erreicht die „Dreieingangshöhle“ auch von der Waldschenke.

Von der Waldschenke geht dann ein bequemer Weg zurück zum Wanderparkplatz. Der Rückweg folgt dem „roten Dreieck“.

Info

Internet
Die Tour kann man im Wanderportal Outdooractive unter dem Stichwort „Wanderfex“ unter anderem auch als GPX-Datei herunterladen

Kartentipp
Karte des Schwäbischen Albvereins, Blatt 14, Aalen - Schwäbisch Gmünd, Maßstab 1:35.000. Einkehren
Waldschenke Rosenstein, Auf dem Rosenstein 1, 73540 Heubach