Begeistert waren die Teilnehmer von den ersten Heuberger Wandertagen. Foto: Susanne Grimm

Die Truppenübungsplatzkommandantur veranstaltete erstmals Wandertage.

Die Truppenübungsplatzkommandantur hatte in diesem Jahr im Rahmen des „Tags der offenen Tür“ erstmals die „Heuberger Wandertage“ organisiert und die Öffentlichkeit dazu eingeladen. So wählten die Teilnehmenden zwischen drei Strecken, die durch und um den Truppenübungsplatz führten. Die Strecken waren zehn, 13 und 22 Kilometer lang.

 
In zehn Metern Höhe wagte sich der 72-jährige Ebinger Robert Gäßler über die Drahtseile. Foto: Susanne Grimm

Die Veranstalter unter der Regie des Truppenübungsplatzkommandanten Oberstleutnant Maik Lehmann und des stellvertretenden Standortältesten Oberst Kapella hatten dafür gesorgt, dass an historisch interessanten Plätzen wissenswerte Informationen bereitstanden. Auch militärische Bereiche wie die „Übungsanlage Bunker“ und einzelne Schießbahnen durften besichtigt werden. Die Verantwortlichen hatten auf den Strecken „Snackstände“ verteilt.

Eine der Teilnehmerinnen antwortete dem Kommandanten auf die Frage, wie es gewesen sei: „Es war ein tolles Erlebnis! Gerne wieder und mehr davon!“ Solche Aussagen erfreuen Lehmann, der die Heuberger Wandertage fest im Stettener Veranstaltungskalender etablieren möchte, auch wenn seine Zeit in Stetten als Kommandant im September endet. „Mein Nachfolger und seine Crew werden das sicher weiterführen“, sagt er. Das bestätigt auch Oberleutnant David Bühner, Personaloffizier im Bereich Truppenübungsplatzkommandantur Süd. „Solche regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen sollen auch dazu dienen, zivile und militärische Bereiche einander nahe zu bringen“, betont Bühner.

Die Wanderer mussten sich zunächst registrieren. Foto: Susanne Grimm

Am Ende der Wanderstrecke stärkten sich die Teilnehmer im Verpflegungszelt und tauschten sich dabei mit militärischem Personal aus. Dort präsentierten sich auch die Feuerwache der Bundeswehr, der Bundesforst und die Reservistenkameradschaft. Auf die Mutigen der Wanderer warteten auf der „Kämpferbahn“ Herausforderungen der besonderen Art. Das Ziel dabei, Ängste zu überwinden. Das tat zum Beispiel der 14-jährige Samuel aus Schwenningen, der seine Höhenangst angegangen ist, indem er eines dieser Hindernisse, einen mehr als zehn Meter hohen Stahlturm, erklomm, um sich, oben angekommen, auf zwei Stahlseilen balancierend auf die andere Seite zu hangeln. Nachdem er das geschafft hatte, wagte er gesichert am Seil hängend den Sprung in die Tiefe, um am schräg abwärts führenden Stahlseil nach unten zu rauschen, wo er von einem Soldaten sicher abgebremst wurde. Robert Gäßler aus Ebingen wagte sich mit seinen 72 Jahren auf die Hochseile sowie die 65-jährige Christa Saneh aus Scheer und Roland Schindler aus Stetten am kalten Markt. „Das ist Nervenkitzel pur“, sagte der 74-Jährige.

Kommandant Lehmann zog „ein durchweg positives Resümee“. Insgesamt habe man rund 500 Teilnehmende an beiden Tagen gezählt. Zwar sei aller Anfang schwer, „aber aufgrund der guten Rückmeldungen streben wir auch die Heuberger Wandertage 2026 an“.