Der 14. Wandertag der Feuerwehrabteilung Oberiflingen lockte am Tag der Deutschen Einheit trotz unangenehmen Wetters wieder Menschenmassen aus nah und fern. Mehr als 700 Teilnehmer wurden gezählt, entsprechend zufrieden sind die Veranstalter.
Der Wandertag in Oberiflingen hat sich längst etabliert und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Da kann auch kühles und regnerisches Wetter viele nicht davon abhalten, die Wanderstiefel zu schnüren, wie sich am Tag der Deutschen Einheit zeigte.
Drei Touren – über fünf, zwölf und 19 Kilometer – waren im Angebot. Alle führten diesmal Richtung Dürrenmettstetten. Streckenorganisator Rudi Killinger hatte die Routen einmal mehr ausgesucht und gut ausgezeichnet. Ganze Gruppen, auch viele Familien mit Kindern, machten sich auf den Weg, auch wenn es etwas unangenehm werden sollte.
Fast den ganzen Tag war der Himmel trüb, meistens gab es Nieselregen, am Morgen regnete es sogar eine Zeit lang in Strömen. Da waren Schirme sowie wasserdichte und warme Kleidung vonnöten, ganz nach dem Motto, das man oft in Wandererkreisen hört: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“
Aus zehn Zentnern Obst werden fast 300 Liter Saft
Den Wanderern konnten die Umstände so auch wenig anhaben. „Eine tolle Veranstaltung und gut organisiert“, sagte Karin Herbstreuth aus Glatten, die zusammen mit Melissa Seeger und zwei weiteren Freundinnen erstmals dabei war und die mittlere Tour mitwanderte. „Wir kommen wieder, es hat uns super gefallen“, waren sich die Frauen schon jetzt einig, als sie zum Abschluss beim „Schaumosten wie anno dazumal“ vor der Iflinger Halle frischen Apfelsaft genossen.
Dieter Killinger, Norbert Bürkle und Ronny König verarbeiteten beim Schaumosten rund zehn Zentner Obst – erst in der von Hand angetriebenen historischen Mühle, dann in der Presse, aus der an diesem Tag insgesamt fast 300 Liter Saft flossen. Wolfgang Joos hatte das Obst gespendet – Feuerwehrleute hatten es aufgelesen. Am Wandertag konnte nun also jeder, der wollte, frisch gepressten Saft probieren.
Auch unterwegs wurden die Wanderer an den vier Bewirtungsstationen bestens versorgt. An Station eins beim Windrad bei Oberiflingen bewirtete der EC Iflingen. An Station zwei an der Hart-Hütte bei Dürrenmettstetten bot die Radsportabteilung des SV Oberiflingen Fleischkäsweckle und Zwiebelkuchen an. An Station drei bei Dürrenmettstetten bewirteten die Volleyball-Frauen und an Station vier beim Haidenhof die Feuerwehrabteilung Unteriflingen.
Ebenso gut kamen auf der Strecke freilich die von den Rapp-Brüdern gebauten originellen Schnapsbars mit verschiedenen Schnäpsen und Likören an.
Achillessehnenriss: Staubitzer muss passen
Auch Bürgermeister Thomas Staubitzer wäre, wie in den Vorjahren, gerne wieder mitgelaufen, ein Achillessehnenriss hinderte ihn aber daran. Er kam dennoch zur Hocketse an Start und Ziel in der Iflinger Halle, wo die Feuerwehrabteilung Oberiflingen als Veranstalter des Wandertags bewirtete.
Dort zogen die Veranstalter am Ende positive Bilanz. „Wir sind zufrieden mit dem Besuch bei diesem Wetter“, sagte Abteilungskommandant Siegfried Zeller angesichts der mehr als 700 gemeldeten Teilnehmer.