Drei geführte Touren lockten mehr als 70 Outdoor-Begeisterte zum Wanderopening nach Dobel und Neusatz.
Ein Start nach Maß in die neue Saison: Das traditionelle Wanderopening der Stadt Bad Herrenalb und der Gemeinde Dobel fand in diesem Jahr an einem ganz besonderen Datum statt. Um den bundesweiten „Tag des Wanderns“ gebührend zu feiern, der 2026 sein zehnjähriges Bestehen begeht, wurde der offizielle Auftakt auf den 14. Mai gelegt. Nach dem Start 2025 auf der Sonneninsel Dobel anlässlich des Westweg-Jubiläums, rückte in diesem Jahr Neusatz in den Fokus, da der Herrenalber Ortsteil sein 875-jähriges Bestehen feiert. Ein Meilenstein, den die Organisatoren zum Anlass nahmen, um die Wanderfreunde nach Abschluss ihrer Touren zum geselligen Zusammensein an die „Neusatzer Pfütz“ einzuladen.
Große Resonanz
Eine Region „Wir sehen uns als eine Region“, betonte Bürgermeister Christoph Schaack bei seiner Ansprache, und Klaus Hoffmann, Bürgermeister von Bad Herrenalb, freute sich über die große Resonanz der anwesenden Wanderfreunde. Auch Jens Walter, Tourismuschef der Stadt Bad Herrenalb, war begeistert: „Die interkommunale Zusammenarbeit trägt Früchte; über 70 Teilnehmer haben sich für die drei angebotenen Touren angemeldet.“
„Wildtier“-Tour Den sportlichen Auftakt bildete die neue „Wildtier-Tour“, die unter der Leitung von Katrin Dürr (Waldpädagogik, Forstbereich Westlicher Schwarzwald) bereits am Vormittag startete.
Spuren entdecken
Die rund zwölf Kilometer lange Strecke forderte die Wanderer mit etwa 340 Höhenmetern heraus. „Wir versuchen, Spuren von Wildtieren zu entdecken – vom Specht über die Wildsau bis hin zum Rothirsch“, erklärte Dürr, die auch aktuelle Themen wie die Rückkehr von Wolf und Luchs im Schwarzwald fachkundig erläuterte. Die etwa fünfstündige Wanderung führte als abwechslungsreicher Rundweg zum Wildtiergehege und weiter zum Imkerfest und dem Besuch des Bienenlehrstands in Bad Herrenalb.
Gesellige Begegnungen Die bunte Schar der Wanderer kam aus der gesamten Region: Antje Cetiner und Christina Rother reisten aus Karlsruhe an, während für Anne Wacker aus Straubenhardt bei der Wanderung vor allem die geselligen Begegnungen zählten. Sogar Übernachtungsgäste wie der Stuttgarter Fußballtrainer Serhat Atabey und seine Freundin Nadine schlossen sich spontan der Wanderung an, um die für sie unbekannte Region zu entdecken. Für Manfred Berndt aus Langensteinbach war das Angebot besonders attraktiv: „Ich bin hier öfters mit dem Mountainbike unterwegs, aber diese Strecke kannte ich noch nicht und freue mich sehr auf die Tour.“ Neben Labradorhündin Tessa von Melanie und Sebastian Meyer aus Bruchhausen waren zudem Kinder im Alter von vier und sieben Jahren dabei, die mit ihren Eltern aus Landau angereist waren.
Abenteuerreise Während die Wildtier-Experten noch unterwegs waren, starteten am Nachmittag zwei weitere Gruppen auf dem Dobel. Besonders begehrt war die „Schnitzeljagd durch Europa“ für Familien.
Woche zuvor ausgebucht
Die drei Kilometer lange Abenteuerreise auf dem Europa-Rundwanderweg, geführt von Andreas Windhab war bereits eine Woche zuvor ausgebucht. Für jene, die tiefer in die regionale Vergangenheit eintauchen wollten, bot die acht Kilometer lange „Historische Wanderung“ mit Karl-Heinz Lucke spannende Einblicke in das Holzbachtal und die Geschichte alter Grenzsteine.
Den krönenden Abschluss bildete um 16 Uhr die gemeinsame Hocketse an der Neusatzer Pfütz. Der Förderverein unter der Leitung von Michael Grzondziel hatte das Areal mit einem Zelt in einen festlichen Platz verwandelt. Bei bester Verpflegung ließen die Wanderer den Tag Revue passieren, ein Tag, der wettermäßig wie aus dem Bilderbuch geschnitten war und für viele die Lust auf weitere Kilometer im Schwarzwald geweckt hat.