9,6 Kilometer lang ist die neueste „Augenblick“-Runde Wolftal Kupferberg. Zwar mussten dafür kaum neue Wege angelegt werden, und dennoch flossen 27 000 Euro in das Vorhaben. Erfreuen sollen sich nun Touristen und Einheimische gleichermaßen daran.
Die neue „Augenblick“-Runde Wolftal Kupferberg in Bad Rippoldsau-Schapbach, die nach den Runden in Glatten, Loßburg und Pfalzgrafenweiler die vierte im Landkreis Freudenstadt ist, wurde nun offiziell eröffnet.
Nach zwei Jahren Planung schnitten am Donnerstag Bürgermeister Bernhard Waidele, Simone Nierholz von „Tour Konzept“, Adolf Neef als Stellvertreter für alle Grundstückseigentümer, Yvonne Flesch vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und Wolfachs Bürgermeisterstellvertreter Martin Dieterle das Absperrband durch, bevor mit einem Gläschen Sekt angestoßen wurde.
Im Vorbeihuschen wünschten zwei Touristen „Skål! “, also Prost. Internationale Touristen sehe man in Bad Rippoldsau-Schapbach häufig, erklärte Tourismusleiter Josef Oehler, der auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Schapbach mit von der Partie war.
Plaketten zum Abpausen
Der 9,6 Kilometer lange Weg mit 370 Höhenmetern ist die 31. „Augenblick“-Runde. Die Strecke führt größtenteils auf Wegen des Schwarzwaldvereins Schapbach, die bereits vorhanden waren. Wer es bis ganz nach oben schafft, auf den wartet eine herrliche Fernsicht. Der höchste Punkt der Wanderroute ist der „Augenblick“, an dem eine Panoramatafel, ein Tisch und eine Bank zusammengenommen das Logo des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord formen: ein Auge.
Neu ist die in den Tisch eingelassene Plakette mit dem Namen des „Augenblicks“, die abgepaust werden kann. Wer die Symbole von zehn „Augenblick“-Runden abpaust und einschickt, der erhält vom Naturpark eine Vesperdose, verspricht Flesch.
Auch ein Gästebuch wartet auf vorbeikommende Wanderer. Kinderwagentauglich ist der Weg nicht. Auch als geübter Wanderer „schnauft man auf dem Weg gut“, merkte Nierholz an. Sie hat die Strecke gemeinsam mit Oehler festgelegt.
Start ist am Rathaus
Der Startpunkt ist am Schapbacher Rathaus, alternativ am Wanderparkplatz Kupferberg. Über die Grundstücke von rund zehn Privatpersonen führt der Weg, so Waidele. Eine davon ist Adolf Neef. „Er wollte gleich mitmachen“, erinnerte sich Oehler. Die Grundstückseigentümer bekommen einen Haftungsausschluss, für den Fall, dass auf ihrem Besitz ein Unfall passieren sollte.
„Im benachteiligten ländlichen Gebiet muss man nutzen, was man kann“, hob Waidele die Bedeutung des neuen Wegs hervor, der vor allem durch Wälder führt – von denen habe die Gemeinde nämlich viele. „Wandern findet bei den Jüngeren derzeit viel Anklang“, schob er nach.
Insgesamt hat die Gemeinde 27 000 Euro für die neue „Augenblick“-Runde ausgegeben, wobei sie 60 Prozent davon – also rund 16 000 Euro – durch eine Förderung wieder zurückbekommt. „Das Geld ist unterwegs“, bestätigte Flesch.
Infos gibt es auf der Homepage www.naturpark-augenblicke.de.