Für Bad Wildbad und Dobel wurde die kontinuierliche Pflege der Qualitätswege erneut bestätigt. Urkunden gab’s auf der CMT. Dabei war Minister Peter Hauk.
Auf der weltgrößten Reisemesse Touristik & Caravaning (CMT) dreht sich alles um das Thema Urlaub. 1660 Aussteller präsentieren ihre Angebote und parallel dazu startete in Halle 9 die dreitägige Tochtermesse „Fahrrad- und WanderReisen“, die vor allem am Montag zahlreiche Wanderfreunde anzog.
Besonderes Erlebnis Ein besonderer Höhepunkt war die Urkundenverleihung der Qualitätsinitiative des Deutschen Wanderverbands, die für viele Vereine und Tourismusvertreter ein besonderes Erlebnis darstellte. Nicht zuletzt, weil Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, persönlich vor Ort war.
Standards festgelegt
„Ich finde es toll, dass immer wieder neue Wege erschlossen und ausgewiesen werden“, sagte Hauk. Er betonte, dass dadurch alle Zielgruppen angesprochen werden können und dies für den Nordschwarzwald besonders bedeutsam sei.
Das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ legt deutschlandweit Standards für Wanderwege fest und bringt nach eigenen Angaben einen dreifachen Nutzen für den Wandertourismus.
Zum einen wird die Qualität der Wegeinfrastruktur in den Regionen nachhaltig verbessert, wodurch die Grundlage für eine starke regionale Wanderkompetenz geschaffen wird. Zum anderen bietet das Prädikat den Wandergästen Orientierung und Unterstützung bei ihrer Reiseentscheidung. Gleichzeitig können die zertifizierten Wanderdestinationen das Qualitätszeichen als Wettbewerbsvorteil in der Vermarktung ihres Angebots nutzen und sich als Qualitätsmarke profilieren.
Viele Kriterien Insgesamt wurden 26 lange und 25 kurze Wanderwege sowie drei Regionen als Qualitätswege und -regionen Wanderbares Deutschland ausgezeichnet.
Sie alle haben im vergangenen Jahr das erforderliche Prüfverfahren durchlaufen und erfüllen damit zahlreiche Qualitätskriterien, die sich an den Bedürfnissen von Wandernden orientieren.
Besonders häufig gewünschte Themen hat der Deutsche Wanderverband aufgegriffen und darauf aufbauend Kriterien für kurze „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ entwickelt.
Kontinuierliche Qualität
Das Ergebnis sind acht unterschiedliche Themenwege für verschiedene Zielgruppen, die sich in Kulturerlebnis, Familienspaß, Winterglück, Traumtour, Entdeckertour, Naturvergnügen, Komfortwandern und Stadtwanderung gliedern.
Auf diese Weise sichern sich Kommunen und Gemeinden Wandererlebnisse auf höchstem Niveau. Viele von ihnen tragen das Zertifikat bereits seit Jahren und zeigen damit eindrucksvoll, wie nachhaltige und kontinuierliche Qualität im Wandertourismus umgesetzt wird.
Drei Jahre Wird ein Weg mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet, gilt dies für drei Jahre; danach muss die Wegequalität erneut geprüft werden.
So geschehen in der Gemeinde Dobel: Hier nahmen Rahel Schilling, Tourismuschefin der Höhengemeinde, und Peter Grambart, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Dobel, die neue Urkunde für das „Tal der Lehmänner“ entgegen. Die 12,9 Kilometer lange Traumtour führt vom Dobel hinunter ins Eyachtal und wieder hinauf auf den Höhenort. Herrliche Ausblicke, dichtbewachsene Wälder und verwunschene Bachläufe machen die Strecke laut Beschreibung zu einem abwechslungsreichen Wandererlebnis.
Für Liane Jordan, Leiterin Qualitätsmanagement „Wanderbares Deutschland“, ist die Re-Zertifizierung nicht nur ein gelungener Auftakt für das bevorstehende Wanderjahr, sondern auch ein Beleg für das gut funktionierende Zusammenspiel von Tourismus und Vereinen: „Die meisten Arbeiten werden im Ehrenamt geleistet: Wege müssen markiert, gepflegt und freigeschnitten werden, und der Tourismus unterstützt dieses Engagement maßgeblich.“
Traumtour Auch für die Bäderstadt Bad Wildbad gab es eine erfolgreiche Re-Zertifizierung: Die 18,4 Kilometer lange Aichelberger Traumtour wurde erneut als Qualitätswanderweg ausgezeichnet.
Unverfälschte Natur, herrliche Ruhe und große landschaftliche Abwechslung zeichnen diesen Rundweg aus, der bis zur Kleinenzquelle führt.
Gemeinsam mit Minister Hauk präsentierten Bernd Hartmann, Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbandes, Bürgermeister Marco Gauger, Willi Kübler, Richard Schumacher sowie Stefanie Bott, Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad, die Urkunde zur erneuten Zertifizierung.