113 Absolventen der Walther-Groz-Schule haben in zwei Feiern Rückschau auf ihre Schulzeit gehalten. Foto: Klaiber

Das erste Jahr brachte die Fusion von Hauswirtschaftlicher und Kaufmännischer Schule in Albstadt, das zweite Jahr Abi-Büffelei unter Corona-Bedingungen, Homeschooling, Schutzquarantäne und eine längere Prüfungszeit: 2021 Abitur an der Walther-Groz-Schule zu machen war alles andere als ein Zuckerschlecken. Umso glücklich waren am Ende alle darüber, dieses Fusions-Corona-Abitur bestanden zu haben.

Albstadt-Ebingen - Gefeiert wurde in der festlich geschmückten Zollern­albhalle, und zwar in zwei Schichten, mit mehrseitigem Hygieneplan, Einbahnverkehrsregelung, Fingerfood und Zwischenreinigung. Der Feierlaune konnte all das keinen Abbruch tun; zu stolz auf das Erreichte waren die 113 frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten und ihre Eltern, Freunde und Familienmitglieder, die die Zollernalbhalle füllten – coronagerecht, versteht sich.

Der Stolz war berechtigt; die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Die sechs Klassen des Biotechnologischen, Sozialwissenschaftlichen und Wirtschaftsgymnasiums haben einen Abiturschnitt von 2,3 erzielt, wobei sich die Biotechnologie-Klasse mit 1,97 besonders hervortat. Ihr folgte auf dem Fuß die WGI-Klasse, das bilinguale Profil im Wirtschaftsgymnasiums, mit 2,04.

Drei Absolventen mit Traumnote 1,0

31 Preisträger wurden auf der Bühne für Ihre hervorragenden Abiturschnitte ausgezeichnet. leich Drei hatten die Traumnote 1,0 erhalten: Lena Gekeler, Paul Haigis und Theresa Strähler, alle Schüler des Wirtschaftsgymnasiums. Hinzu kamen mehr als ein Dutzend Sonderpreise für herausragende Leistungen in einem bestimmten Fach.

Johanna Ringwald, Schülerin des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums, heimste – ebenso wie Paul Haigis – drei Sonderpreise ein, darunter den Preis der Heidehof-Stiftung für die beste Leistung im Profilfach Pädagogik und Psychologie und den Südwestmetall-Schulpreis Ökonomie für die beste Leistung im Profilfach Wirtschaft.

Einen noch größeren Korb benötigte Theresa Strähler aus dem Internationalen Profil des Wirtschaftsgymnasiums, die fünf Sonderpreise in Empfang nahm, darunter den Scheffelpreis und den Preis "Simply the Best" des Fördervereins der Walther-Groz-Schule. Der Scheffelpreis wurde ebenso wie der Mathematik- und der Physikpreis zweimal vergeben, denn zwei Drittel der Schulzeit hatten die Abiturienten in verschiedenen Schulen verbracht; die Abiturrede hielten die beiden Scheffelpreisträgerinnen Theresa Strähler und Lea Nagy vom SG gemeinsam.

Gefeiert wirdin zwei Schichten

Und außerdem zweimal, da aufgrund der Teilnehmerbeschränkungen das BTG und das SG am Samstagnachmittag und die drei WG-Klassen im Anschluss daran feierten. Gekonnt spielten sich die beiden in einem ersten gemeinsamen Redeteil die Bälle zu, ehe dann die jeweils zuständige das Podium allein übernahm. Lea Nagy stellte fest, dass es eher die kleine Ereignisse gewesen seien, die sie und ihre Mitschüler geprägt hätten und bei denen man sich gedacht habe: "Das vergesse ich im ganzen Leben nicht". Theresa Strähler hielt Rückschau auf "113 880 Stunden", die seit ihrer Einschulung vergangen sind. Die Frage "Was bringt es mir nun, den Unterschied zwischen BinomialCDF und PDF zu kennen?" ließ sie unbeantwortet. Keine Frage war dagegen, dass ein extremes Abitur an der Walther-Groz-Schule ein würdiges Ende gefunden hat.

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