Der einstige Wallfahrtsort für die "Staatswallfahrt" lädt mit seiner idyllischen Lage auch heute noch zum Verweilen ein. Foto: Siegmeier

Der Wallfahrtsort bei Dietingen ist das Ziel unserer Tour, für die man gut drei Stunden Gehzeit einplanen sollte. Gestartet wird am Parkplatz der Raststätte Neckarburg-West, den man über Dietingen anfährt. Von da aus gehen wir links in Richtung Hofgut Hohenstein.

Rottweil - Auf dem gut 600 Meter langen Weg kann man den Blick auf das Neckartal genießen. Am Hofgut angekommen gehen wir rechts in das Gut hinein und folgen dem Weg, der links neben dem rechten Gebäude vorbei, leicht bergan, führt. Nach gut 250 Metern biegen wir rechts in den Wiesenweg ein, dem wir einen Kilometer geradeaus folgen, bis wir wieder auf einen asphaltierten Weg gelangen.

Auf diesem Teilstück eröffnet sich ein großartiger Blick auf Rottweil mit all seinen Türmen. An der Abzweigung lädt eine Bank zur ersten Rast ein. Ein Gedenkstein erinnert an den Flugzeugabsturz des US-Piloten Priesley P. Cooper am 22. Februar 1945. Wir gehen auf dem Asphaltweg links einen weiteren Kilometer und biegen dann rechts ab und folgen dem Wegweiser "Irslingen Ortsmitte" in Richtung Sportplatz.

Alte Römer-Kultstätte

Wir folgen der Albstraße im Ort weiter geradeaus und gehen an der kleinen Gabelung rechts oder links – die Straßen kommen weiter vorne wieder zusammen. Am Gasthaus "Rössle" biegen wir links in Richtung Kirche ab, queren den Kirchplatz und folgen dem schmalen Weg links an der Kirche bergab.

Wir folgen der Kirchbergstraße bis zur nächsten Abzweigung am Gasthaus "Adler" und biegen hier links ab. An der nächsten Abzweigung biegen wir rechts ab und folgen dem Weg in Richtung Maria Hochheim. In der Unterführung eröffnet sich ein schöner Blick auf den Dietinger Ortsteil Gößlingen, der sich sanft an den Hang schmiegt. Wir folgen dem Weg nach der Unterführung rechts etwa 400 Meter und biegen dann links ab. Hier gehen wir, bis zur Kreisstraße und folgen dem Fußweg rechts in Richtung Kapelle Maria Hochheim. Dieser bedeutende Wallfahrtsort, den offenbar bereits die alten Römer schon als Kultstätte nutzten, lädt zum Verweilen ein.

Tour ist auch für Kinderwagen oder Roller geeignet

Bereits im 14. Jahrhundert ist das Kirchlein Maria Hochheim als Wallfahrtsort bezeugt, heißt es im Flyer des kulturhistorischen Kleinods. Im 17. Jahrhundert wurde anlässlich des Festes der Maria Heimsuchung im Juli der große Wallfahrtstag der Freien Reichsstadt Rottweil mit einem großen Prozessionszug begangen. 1802 fand mit dem Ende der Reichsstadtzeit die letzte "Staatswallfahrt" statt. Heute kümmert sich der Freundeskreis Maria Hochheim um den Erhalt der Kapelle und des einstigen Mesnerhauses. Seit 2016 finden hier auch Gottesdienste statt.

Nach der Rast folgen wir dem Fuß- und Radweg unterhalb der Kapelle rechts in Richtung Dietingen, queren die Kreisstraße in Richtung Irslingen und folgen dem Weg, der parallel zur Kreisstraße verläuft, etwa 1,5 Kilometer, bis wir rechts am Wald an einen Schotterparkplatz kommen. Diesen queren wir und gehen leicht bergan in den Wald.

Nach 200 Metern gelangen wir im Gewann "Lindenbruck" an einen steinernen Bildstock, der am alten Prozessionsweg liegt. Wir folgen dem Weg weiter und gelangen nach einem weiteren Kilometer an den Schreckenbergsee. Nach weiteren 500 Metern gelangen wir an den Pappelsee, vor dem wir rechts abbiegen und dem Weg weiter folgen. Nach 500 Metern biegen wir rechts ab und folgen der Asphaltstraße. Nach der Unterführung gehen wir links zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz der Raststätte. Die 11,6 Kilometer lange Tour ist auch für Kinderwagen oder Roller geeignet.