Für die Ministranten der Seelsorgeeinheit ging es in die „Ewige Stadt“.
Dicht an dicht drängen sich eines sonnigen Sommernachmittags über 50 000 Ministrantinnen und Ministranten auf dem Petersplatz in Rom. Es ist die Zeit der internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom.
Seit 1962 fahren alle vier bis fünf Jahre junge Menschen aus ganz Europa für eine Woche nach Rom, um dort gemeinsam Glauben zu erleben.
Dieses Jahr war es wieder so weit und auch die Ministranten der Seelsorgeeinheit Neckar-Baar waren mit von der Partie. Mit vierzehn Teilnehmern und drei Begleitpersonen waren sie eine kleine Truppe.
Nach einem Aussendungsgottesdienst in der Kirche in Bösingen bestiegen sie gemeinsam mit den anderen Ministranten des Dekanats Rottweil vier Reisebusse für gut vierzehn Stunden Fahrt in die „Ewige Stadt“.
Dort angekommen wurde die Stadt erkundet, der Eröffnungsgottesdienst der Diözese gefeiert und die erste italienische Pizza gegessen. Höhepunkt der Wallfahrt war die Papstaudienz, trotz stundenlanger Wartezeiten in der Hitze. Das Motto der Miniwallfahrt „Mit dir“ wurde an diesem Tag greifbar. Sei es durch die Worte des Papstes oder die Art und Weise, wie in den Warteschlangen für den Zutritt zum Petersplatz oder für die Trinkbrunnen Gemeinschaft entstand, man sich gegenseitig half oder mit Menschen innerhalb kürzester Zeit vertraut wurde, die aus einem ganz anderen Land kamen.
Rom wurde unsicher gemacht
Hilfreich hierfür waren auch die Schlüsselanhänger mit Wallfahrtsmotto und Pilgertücher, die bunt von einem Land zum anderen getauscht werden konnten und auch getauscht wurden.
Natürlich kam der Tourismusteil des Besuches ebenfalls nicht zu kurz, und die „Minis“ besichtigten neben dem Petersdom auch das Kolosseum, das Forum Romanum, das Pantheon und vieles mehr.
Die „Minis“ freuen sich schon auf die nächste Wallfahrt in vier Jahren und auch der Verantwortliche Thomas Hils, ein Vater, der ehrenamtlich für die Gemeinde aktiv wurde, blickt zufrieden auf die Fahrt zurück. „Wir waren eine coole Truppe und hatten eine gute Zeit in Rom“, meint er schmunzelnd.
Sogar Diakon Christian Feuerstein kam nicht zu kurz und konnte sich freuen, dass viele der Wallfahrer als Abschluss am Sonntag den Gottesdienst in der Kirche Sankt Franziskus besuchten und wünschte den Minis, dass sie den Geist der Gemeinschaft, den sie in Rom gefunden haben, auch für die Zukunft behalten werden.