Schon länger sind eine neue Schule und Halle geplant. Nun legte der Gemeinderat fest, wie es weitergehen soll.
Schon seit Jahren steht das Großbauprojekt im Raum – Waldschule und Waldschulhalle sollen erneuert werden. Lange wurde debattiert, ob die Schule neugebaut oder lediglich saniert werden soll. Mittlerweile ist klar: Alles wird neu, ganz nach dem Motto „Waldschule 1.1“.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Architekt Friedrich Großmann vom gleichnamigen Architekturbüro den aktuellen Stand vor. Bislang habe man sich Gedanken darüber gemacht, wo die neue Schule und Mehrzweckhalle gebaut werden sollen und wie das weitere Vorgehen aussehen könnte.
Beste Lösung für laufenden Schulbetrieb
Bürgermeister Martin Buchwald erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, dass zunächst das schon länger geplante Betreuungshaus gebaut werden soll. Hierfür liege bereits eine genehmigte Bauvoranfrage vor. Buchwald erklärt, dass die neue Halle in Richtung des Kindergartens gebaut werden soll. An die Stelle der alten Halle soll anschließend die neue Schule errichtet werden. Diese Lösung sei die beste für den laufenden Schulbetrieb. Dadurch, dass die aktuellen Räumlichkeiten durchgängig verwendet werden können – bis eben in die neue Schule umgezogen werden kann – benötigt es keine Interimslösung. Das bedeutet, dass der Unterricht beispielsweise nicht in Containern stattfinden muss. Dadurch werden auch Kosten gespart.
Für Schule und Halle gab es bislang nur eine grobe Konzeption. Für die Sport- und Veranstaltungshalle waren beispielsweise 1,5 Felder vorgesehen. Im Raum standen auch ein Küchenbereich, eine Bühne sowie ein Nebenraum. Großmann erklärt, dass für das weitere Vergabeverfahren (VgV-Verfahren) ein genauerer Bedarf ermittelt werden muss.
Weshalb überhaupt VgV-Verfahren?
Ein solches Verfahren tritt in Kraft, wenn die Kosten den von der EU festgelegten Schwellenwert von 221 000 Euro überschreiten. Folge ist, dass die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden müssen.
Der Ablauf sieht folgendermaßen aus: Der Architektenwettbewerb wird zunächst von einem Büro ausgeschrieben. Diese Aufgabe wird in diesem Fall das Büro Klotz und Partner übernehmen. Diverse Architekten können sich in einem Bewerbungsverfahren anschließend auf das Bauprojekt bewerben. Die Entwürfe werden dann von einem Gremium, bestehend aus Bürgermeister, Gemeinderäten und Schulleitung, bewertet. Insgesamt würde es anderthalb bis zwei Jahre bis zu einem Baubeginn dauern.
Diese Planungsmöglichkeiten gibt es
Bei der Planung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Entweder man beauftragt ein externes Büro für einen Vorentwurf und entwickelt mit diesem eine Grobplanung des Projekts. Oder man schreibt die Wünsche und Vorstellungen schlichtweg auf und schaut, welche Ideen die Architekten einbringen. Großmann erklärt, dass beide Varianten gleich lang dauern und gleich viel kosten.
Das sagt der Gemeinderat
Über die beiden Vorschläge diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Micha Stockinger lässt verlauten, dass er die Planung die „Profis“ machen lassen und möglichst wenige Vorgaben geben würde. Dieter Seeger hingegen würde gerade bei der Halle genauer werden und den Wunsch einer Bühne, Küche und eines Nebenraumes in die Ausschreibung nehmen. Gemeinderatsmitglied Patrick Veyhl betont: „Es geht um sehr viel Geld.“ Alle Beteiligten sollen genau sagen können, was gewollt ist.
Einigung auf weiteres Planungstreffen
Letztlich konnte sich darauf geeinigt werden, dass der Gemeinderat beim Beschließen der Grundlagen mitwirkt. Darüber hinaus wird festgehalten, dass es einen Neubau ohne Zwischenlösung mit Containern geben soll. Ob es eine Bühne für die Halle gibt, werde erst noch entschieden.
Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, das VgV-Verfahren mit der Firma Roth weiterzuführen. Was die Kosten angeht, könne man erst etwas sagen, wenn der genaue Bedarf feststeht, so Großmann.