Die Kinder des Waldkindergartens Simmersfeld machten sich auf, um Kröten zu helfen.
Auch in diesem Jahr nahmen Anette Wurster und ihre Kolleginnen vom Waldkindergarten Simmersfeld die Einladung des Schwarzwaldvereins Altensteig gerne an, mit den Kindern Amphibien am Krötenzaun an der Freudenstädter Straße in Simmersfeld einzusammeln, heißt es in der Pressemitteilung.
Am Treffpunkt warteten um 9 Uhr auf Patricia Mast und Ute Krispenz vom Schwarzwaldverein Altensteig 19 muntere Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Bestens ausgestattet mit Eimern, Warnwesten und Handschuhen hatten sie es sehr eilig, zum Ort der Aktion zu gelangen. Die kleinen Naturkundler wussten schon ganz viel zu dem Thema: Warum ist ein Zaun erforderlich? Warum sind die Eimer ebenerdig eingegraben? Warum wandern die Tiere und warum müssen sie unbedingt zum Wasser? Warum wandern Amphibien im Frühjahr? Und vieles mehr.
Strecke in Rekordgeschwindigkeit abgesucht
Bei den Worten „Eimer absuchen“ war dann kein Halten mehr, und in Rekordgeschwindigkeit wurde die Strecke abgesucht. Aufgrund der sehr kühlen Temperaturen war die Anzahl der gefundenen Amphibien leider sehr überschaubar: zwei Kröten, ein Frosch.
Wie man Frösche von Kröten unterscheidet, erklärten die Kinder untereinander – und die mitgebrachten Handlupen erweiterten den Blick auf die warzenförmige Haut bei den Erdkröten. Eher problematisch war dann eine Lösung zu finden, wie man 19 Kinder mit 19 Eimern nur drei Amphibien zum Teich bringen lässt? Aber der eingesammelte Frosch war dann so aktiv, dass die Kinder mehr mit Einfangen beschäftigt waren als sich mit der Tatsache zu beschäftigen, ob ihre Eimer nun leer sind oder nicht. Auch Begleithund Liese sorgte für Abwechslung und kam mit Streicheleinheiten nicht zu kurz.
Tiere am Rand des Geländes ausgesetzt
Am Ausgleichsteich angekommen, wurden alle Tiere am Rand des Geländes ausgesetzt. Während der Frosch schleunigst das Weite suchte, konnten die Kinder bei den Erdkröten noch eine sehr interessante Verhaltensweise beobachten: Aufgrund der Kälte fingen die Tiere sofort an, sich mit dem Hinterteil in die Moosdecke einzugraben. Als die Tiere vollständig im Moos verschwunden waren, war dies auch das Startsignal für die Kinder mit ihren Erzieherinnen, zurück zum Kindergarten zu gehen – schließlich war ja dann auch Vesperzeit.