In diesem Bereich auf dem Palmbühl könnte der Schömberger Waldkindergarten entstehen. Foto: Visel

Das Thema "Waldkindergarten und Erweiterung des Kindergartens in der Gartenstraße" standen in der Sitzung des Schömberger Gemeinderats ganz oben auf der Agenda.

Schömberg - Die Idee, einen Waldkindergarten zu errichte, stößt bei den Eltern auf Interesse, Gemeinderat und Forstverwaltung einigten sich auf drei Standortoptionen auf dem Palmbühlkapf, die aber beim Landratsamt sowie beim Naturschutz nicht auf Zustimmung stießen. Verwiesen wird auf geschützte Biotope, einen regionalen Grünzug und auf das Vorkommen geschützter Vogelarten wie dem Grünspecht. Das Gelände ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Die von der Naturschutzbehörde vorgeschlagene Standortalternative in der Nähe der Bahnlinie wurde von Gremium und der Verwaltung abgeschmettert, da eine Verschattung vorliege, eine viel befahrene Gemeindeverbindungsstraße überquert werden müsse und der Bereich zu nahe an der Bahnlinie liege.

Mehrere Alternativen

Auch Alternativen in der Nähe der Tennisplätze oder nahe des Stausees im Bereich des "Sommer-Hauses" waren nicht mehr als Gedankenspiele und wurden schnell wieder verworfen.

Standort gefunden

Von der Stadtverwaltung wurden zwei weitere Standorte auf dem Palmbühlkapf dem Landratsamt zur Prüfung vorgelegt. Diese seien, so Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, als "genehmigungsfähig" erachtet worden. Das Gremium entschied sich mit einer Gegenstimme dafür, den Waldkindergarten im Bereich der Zufahrt zum Hochbehälter beziehungsweise zum Stausee-Parkplatz zu bauen. Zudem solle beim Landratsamt noch einmal angefragt werden, warum der erste Standort, den das Gremium weiterhin bevorzugen würde, nicht in Betracht komme.

Sprenger: keine Nachteile

"Das ist ein guter Standort, der keine Nachteile mit sich bringt", freute sich Sprenger über seinen Kompromissvorschlag. Kleiner Wermutstropfen: Es wird ein Bebauungsplan benötigt. Und es gelte, die Vegetationsperiode abzuwarten, was eine gewisse Zeit in Anspruch nehme. Weil Zeitdruck besteht, soll die Ausschreibung zeitnah vorangetrieben werden, noch bevor der Bebauungsplan entwickelt sei.

Kostenschätzung für Kindergarten-Neubau

Zudem gab Sprenger bekannt, dass eine modifizierte Kostenschätzung für einen neuen Kindergarten mit fünf Gruppen vorliege. Ein Büro sei mit der Kostenerrmittlung für eine energetische Sanierung des bestehenden Horts beauftragt, so dass auch für diese Lösung bis zur nächsten Sitzung am 14. Dezember die Kostenschätzungen vorliegen. Somit können laut Sprenger Haushaltsmittel für 2023 bereitgestellt werden: "Der kurzfristige Bedarf zur Erweiterung des Kindergartens ist vorhanden."