Stolz präsentieren die Kinder des Waldkindergartens Gipfelstürmer ihr neues „Waldwägele“, flankiert von den engagierten Erzieherinnen, Eltern und allen fleißigen Helfern und Unterstützern, die das Projekt möglich machten. Foto: Gemeinde Baiersbronn

Der Waldkindergarten in Baiersbronn hat jetzt ein „Waldwägele“. Herrmann Eberhardt hatte das Projekt initiiert, das zum Gemeinschaftswerk wurde.

Große Freude beim Baiersbronner Waldkindergarten „Gipfelstürmer“: Das lang ersehnte „Waldwägele“ wurde eingeweiht – ein ehemaliger Bauwagen, der den Kindern nun als warmer Schutzraum dient. Höhepunkt der Feier war die symbolische „Taufe“ des Wagens, wie die Gemeinde Baiersbronn in einer Mitteilung berichtet.

 

Das Besondere: Der Wagen steht nicht auf dem eigentlichen Kindergartengelände, sondern direkt im Wald – genau dort, wo die Kinder tagsüber spielen und tollen. Damit sind die Vesperpausen auch bei Regen, Schnee und Kälte direkt im Spielgebiet gesichert.

Die Unterstützung für das Projekt war von Beginn an groß. Kurz vor der Einweihung nahm sich Bürgermeister Michael Ruf Zeit für eine Besichtigung und zeigte sich beeindruckt: „Was die Kindergartenleitung, Frau Fahrner, und ihr Team hier täglich leisten, ist hervorragend. Das pädagogische Konzept überzeugt mich vollkommen. Umso mehr freut es mich, dass dieses gelungene Projekt nun den Alltag der Kinder bereichert. Es zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Bürger, Forst und Gemeinde engagiert zusammenhelfen.“ Ruf dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Standort ist die ehemalige Steinbruchhütte

Der Anstoß für das Projekt kam von Herrmann Eberhardt, Jäger am Hirschkopf. Er sah den Bedarf für einen wetterfesten Unterschlupf und rief das Projekt „Ein Waldwägele für die Gipfelstürmer“ ins Leben. Er nahm Kontakt mit dem Forst auf und holte die notwendigen Genehmigungen bei der Gemeinde ein.

Das Vorhaben fiel auf fruchtbaren Boden: Bürgermeister Ruf und Kämmerer Jochen Veith gaben schnell grünes Licht. Die Förster Marius Rebstock und Marius Keppler organisierten unbürokratisch den ausgedienten Wagen und gaben einen idealen, geschützten Standort frei: den Platz der ehemaligen Steinbruchhütte. Das Bauamt sicherte ebenfalls Unterstützung bei baulichen Maßnahmen zu.

Ein Gemeinschaftswerk

Die Umsetzung erfolgte mit breiter Unterstützung: Eberhardt, tatkräftig unterstützt von Fabio Herrmann, erneuerte Teile der Außenverkleidung, mähte den Platz frei und sorgte für die sichere Aufstellung. Markus Würth half beim Aufbau und lieferte den Rindenmulch. Die Kindergarten-Papas übernahmen den kompletten Innenausbau, damit alle Kinder Platz finden, sowie den neuen Anstrich. Firmen spendeten unter anderem die Farben zum Anstreichen und ein hölzernes Schild.

Laut Kindergartenleiterin Birgit Fahrner wird der neue Wagen nun zum zentralen Ort für wichtige Gemeinschaftsmomente. Im Waldalltag sind zwar die „Matschküche“ und die Werkbank, „wo die Kinder schauen, wer am schnellsten sägen kann“, besonders beliebt. „Doch gemeinsame Pausen und das Kochen sind uns genauso wichtig wie jede Aktion“, betont Fahrner. Das „Waldwägele“ sichert diese Gemeinschaftsmomente nun auch bei schlechtem Wetter im Wald.