Mit ihrer Begeisterung für das Waldheim Ebingen stecken die 80 Kinder der dritten Woche und die Gruppenleiter beim Abschlussgottesdienst noch einmal alle an. Foto: Karina Eyrich

Eine außergewöhnliche Waldheim-Freizeit haben die Kinder in diesem Jahr – dem 70. – erlebt. Unter dem Motto „Back to the Roots“ haben sie eine Zeitreise unternommen.

Die Speisung der Fünftausend fällt auf dem Waldheim Ebingen ein bisschen kleiner aus als in der biblischen Geschichte. Beim Abschiedsgottesdienst nach den drei Wochen der 70. Ferienfreizeit wandern nur fünf Brote, ohne zwei Fische, durch die Schar der Kinder, Eltern, Geschwister und Großeltern, die den fröhlichen Gottesdienst mitfeiern, aber wie in der Bibel wird redlich geteilt.

 

Die Kinder haben die Anspiele und Geschichten, die ihnen das Team um Anja Fritschi und Nicole Steinhöfer sowie die Pfarrerinnen Ilze Druviņa und Marlies Haist mitgebracht hatten, gut verinnerlicht – und nehmen etwas mit aus der Ferienfreizeit. Wie einst die Zuhörer Jesu am Berg, wo noch zwölf Körbe voller Reste übrig waren. Gruppe für Gruppe – von den Jüngsten bis zu den Ältesten – dürfen sie erzählen, was ihnen ganz besonders gut gefallen hat: „Neue Freunde“ ist für viele ein ganz wichtiger Punkt, und „der Besuch im Badkap“ darf natürlich gar nicht fehlen. „Dass wird total coole Gruppenleiterinnen hatten“, freut einen Knirps. Mehreren hat die Mini-Disko am besten gefallen, die Wanderung zum Rossberg, das Füttern der Wildschweine, die Aktivitäten auf dem Sport- und dem Spielplatz, im Kletterpark, beim Bumerangspiel – die Liste ist lang.

Kann man das abkürzen? Klar: „Ich fand alles cool!“, betont ein Steppke selbstbewusst, ein anderer pflichtet ihm bei: „Alles spitze!“ ruft er aus, und zwei, die zum ersten Mal Gruppenleiter waren und noch zwischen Spieldrang und Verantwortung schwelgen, bestätigen: „Ich würd’s jedes Jahr wieder machen“, sagen Ben und Manu.

„Das Essen war wirklich gut“

Die vielleicht schönste Antwort – „Dass man auch Spaß haben kann ohne Handy“ – fällt etwas aus dem Rahmen, anders als jene, die eigentlich jedes Jahr kommt: „Das Essen war wirklich gut.“

Küchenchefin Doris Burgmann und ihr Team haben in der vergangenen Woche nochmal 150 Brötchen und zehn Laibe Brot an die Kinder ausgegeben und natürlich lecker gekocht. Jetzt dürfen sie sich ausruhen, während die Kinder zum Piano-Spiel von Andreas Kind aus vollem Halse singen: „Einfach spitze, dass du da bist“ dürfte ihren Familien gelten, die – nach dem Eltern- und dem Hoffest – die dritte Gelegenheit wahrgenommen haben, mit ihren Kindern ein Stückchen Waldheim-Geschichte mitzuerleben. „Gott sorgt für mich. Warum soll ich mir Sorgen machen?“ ist schon ein Ausblick auf die Schulzeit, die in drei Wochen wieder beginnt.

Besonders schwungvoll ist der Song „Hast du schon gehört? Gott lädt uns herzlich ein!“, und „Wir singen vor Freude“ nimmt man den Kindern wirklich ab angesichts ihrer lachenden Gesichter. Nächstes Jahr sind sie dann wieder „Gemeinsam auf dem Weg“ und verabschieden sich bis dahin von einer Einrichtung, die trotz ihrer 70 Jahre „immer noch jung, dynamisch und flexibel“ ist, wie Pfarrerin Ilze Druviņa nicht eigens betonen müsste.

Alle Höhepunkte geballt

Den 80 Kindern, die in der dritten Woche noch dabei waren, und ihren Gruppenleitern, dem Team der „Erweitertern Waldheim-Leitung“ und den Zauberern in der Küche hat es ganz offensichtlich riesigen Spaß gemacht, die Höhepunkte aus 70 Jahren Waldheim Ebingen so geballt wie in dieser Freizeit noch einmal zu erleben. Und alle nehmen etwas mit: Pfarrerin Druviņa zum Beispiel ihr Jubiläums-Sweatshirt mit ihrem Namen darauf und Nicole Steinhöfer „die Erinnerung an dieses Kinderlachen – das sind überhaupt die allerschönsten!“

Weitere Fotos im Internet: www.schwarzwaelder-bote.de