Vor der Sondersitzung ließ sich der Gemeinderat beim Besuch auf der Baustelle die Notwendigkeit der Unterkonstruktion und des Geländers für das Liegedeck im Waldfreibad erläutern. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Sanierung: Liegedeck im Waldfreibad soll Verlust an Wiesenfläche ausgleichen / Rat vergibt Aufträge

Im Waldfreibad in Schapbach soll ein Liegedeck entlang der Wolf den Besuchern die Möglichkeit zum Entspannen bieten. Die Metallarbeiten für die dafür erforderliche Unterkonstruktion und die Geländer hat der Gemeinderat jetzt in einer Sondersitzung vergeben.

Im Waldfreibad in Schapbach soll ein Liegedeck entlang der Wolf den Besuchern die Möglichkeit zum Entspannen bieten. Die Metallarbeiten für die dafür erforderliche Unterkonstruktion und die Geländer hat der Gemeinderat jetzt in einer Sondersitzung vergeben.

Bad Rippoldsau-Schapbach. Den Zuschlag erhielt die Oberwolfacher Firma A2 Metallbau Armbruster. Das Gewerk kostet knapp 102 600 Euro. Davon sind rund 55 300 Euro für die Unterkonstruktion und etwa 47 300 Euro für das Geländer kalkuliert. Bei letzterem entschied sich der Rat mehrheitlich für die teuerste der drei angebotenen Varianten. Das Geländer an der Wolf soll 58 Meter lang sein. Vorgesehen sind Edelstahl-Geländer-Pfosten einschließlich Edelstahlhandlauf und zwei Querstäbe, zwischen denen ein Edelstahlnetz gespannt ist.

"Bei allen drei Varianten ist die Funktion gewährleistet, doch halte ich es für wertabträglich, vom Radweg her gesehen, die billigere Version eines Stabgitters zu wählen", sagte Bürgermeister Bernhard Waidele. Vor der Sitzung hatte Rolf Linsenmeier von Aqua-Technik Freiburg bei einem Baustellenbesuch die Notwendigkeit der Unterkonstruktion und des Geländers erläutert. Erforderlich sei dies, weil das Deck ähnlich einem Balkon ein Stück weit über die Wolf hinausragt.

"Mit dem Liegedeck entlang der Wolf soll der Verlust an Liegewiese ausgeglichen werden", erklärte Linsenmeier. Der Gewinn an Liegefläche für das Schwimmbad betrage etwa 130 Quadratmeter. Belegt werden soll das Liegedeck mit Keramikplatten, die der Förderverein in Eigenarbeit verlegen will. Für das Material und die dafür nötige Unterkonstruktion sind um die 12 000 Euro angesetzt. Der vom Gremium eigentlich favorisierte Holzbelag wurde wegen der Wetteranfälligkeit nicht weiter verfolgt.

Die Entscheidung für die teuerste Geländer-Variante fiel mit acht Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung. "Ich stimme zu, weil die Mittel dafür vorhanden sind", kommentierte Gemeinderätin Beate Belz (CDU) ihre Entscheidung. Ihre Fraktionskollegen Bruno Armbruster und Viola Künstle stimmten dagegen und betonten wiederholt ihre Ansicht, das Waldfreibad sei in seiner Ausführung auch eine "Nummer kleiner" für die Gemeinde akzeptabel gewesen.

"Aktion Mensch" finanziert den Lift

Waidele unterstrich, dass die Sanierung des Schwimmbads für die nächsten 50 Jahre konzipiert sei. "Entgegen allen Gerüchten, die im Dorf in Umlauf sind, tätigen wir keine Luxusausgaben, sondern liegen inklusive der heutigen Vergaben immer noch ein paar zehntausend Euro unter der Gesamtfinanzierung", so der Bürgermeister.

In der Sitzung wurden zudem Elektroarbeiten für von 57 630 Euro (netto) an die örtliche Firma Alfred Maier vergeben, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Mit annähernd 23 000 Euro ist der Niederspannungshauptverteiler größter Posten dieses Gewerks. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Gemeinderat Ramon Kara (FWV), der sich auch im Förderverein engagiert, hatte noch eine erfreuliche Neuigkeit. Die Finanzierung des Lifts für Behinderte im Waldfreibad übernehme die "Aktion Mensch", teilte er mit.

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