Die Interessengemeinschaft FreiBadHerrenalb nutzt die Winterpause, um Lösungen zu erarbeiten, wie sich der Betrieb und damit das Ergebnis des Waldfreibads in Bad Herrenalb verbessern lassen. Foto: Glaser

Die IG FreiBadHerrenalb hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man sparen kann. Im Februar gibt es einen weiteren Termin.

Wie kann man das jährliche Defizit des Freibads reduzieren? Auf diese Frage hat die Interessengemeinschaft (IG) FreiBadHerrenalb Antworten gesucht und gefunden.

 

Vorschläge gesammelt IG-Vorsitzender Sebastian Graubner trug die in seinen Reihen gesammelten Vorschläge vor. Was er Bad Herrenalbs Bürgermeister Klaus Hofmann und der Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrenalb, Karina Herrmann, zu sagen hatte, zielte auf die Verringerung der Personalkosten, auf die Erhöhung der Besucherzahlen und Angebote für Sponsoring und Werbung.

Zwei anstatt drei Fachangestellte für Bäderbetriebe könnten die Personalkosten deutlich reduzieren, so Graubner. Würde man das Freibad an einem Wochentag schließen (zum Beispiel montags) und an den übrigen Tagen die Öffnungszeiten von zwei Festangestellten im Schichtbetrieb abdecken, wäre das zu schaffen. Herrmann war skeptisch. „Drei Bademeister sind das Minimum“, sagte sie.

Kassenkraft Auf eine Reduzierung der Personalkosten zielte auch der Vorschlag, einen Kassenautomaten mit Drehkreuz zu installieren, anstatt eine Kassenkraft zu beschäftigen. Vorbild sei das Freibad in Ettlingen. „Die IG kann sich an den Kosten des Umbaus beteiligen.“ Auch dieser Vorschlag prallte ab. Eine Kassenkraft müsse trotz Automat und Drehkreuz anwesend sein.

Geringfügig Beschäftigter?

Verlässlich Ist also an den Personalkosten nicht zu drehen? Doch. Karina Herrmann erklärte: Wenn ehrenamtliche Tätigkeit verlässlich angeboten würde, könnte das direkt die Personalkosten senken. Etwa beim Müllsammeln, bei der Grünpflege, an der Kasse, beim Ein- und Auswintern des Freibads. Daran schloss sich die Überlegung an, ob die IG für solche Arbeiten auf ihre Kosten einen geringfügig Beschäftigten anstellt.

Für Mäharbeiten wurde die Anschaffung eines Mähroboters diskutiert. Zur Unterstützung der Aufsicht am Beckenrand können Ehrenamtliche eingesetzt werden, die den DLRG-Rettungsschwimmschein in Silber haben. Aber klar ist: Das ehrenamtliche Engagement schlägt nur dann finanziell durch, wenn dadurch Löhne eingespart werden.

Höhere Einnahmen Das Jahresergebnis des Freibads wird nicht nur durch Einsparungen verbessert, sondern auch durch höhere Einnahmen. Stichwort: mehr Besucher! In diese Richtung zielte der Vorschlag für verlässliche Öffnungszeiten. Bisher bleibt das Bad geschlossen oder es schließt vorzeitig, wenn das Wetter schlecht ist.

Ist die Wetterlage nicht eindeutig, bleiben Besucher aus, weil sie damit rechnen müssen, vor verschlossener Tür zu stehen. Mehr Besucher könnten auch durch Kooperationen mit lokalen Sport- und Freizeitvereinen gewonnen werden. Im Freibad können Trainingsstunden, Vereinsveranstaltungen oder gemeinsame Feste stattfinden.

Logos auf Tickets

Sponsoring Zuletzt waren auch Sponsoring und Werbung Themen des gemeinsamen Gesprächs. Sponsoren des Freibads könne man im Gegenzug Sichtbarkeit anbieten. Logos auf Tickets und ausgewiesenen Werbeflächen, Bannerwerbung und anderes mehr seien möglich. Zu diesem Punkt trug niemand Bedenken vor.

Bei einem Folgetermin im Februar sollen die Vorschläge konkret werden.