Die Volksbank in der Region eG schließt ihren SB-Standort in Walddorf. Zudem sind die Selbstbedienungs-Standorte in Effringen und Gültlingen betroffen. Foto: Thomas Fritsch

In einer Pressemitteilung kündigt die Volksbank in der Region eG Änderungen in ihrem Filialkonzept an. Letztlich bedeutet das Schließungen. In Nagold direkt ist kein Standort betroffen. Doch in der Region werden drei SB-Standorte geschlossen.

In regelmäßigem Turnus überprüft die Volksbank in der Region eG ihr Filialnetz. Dazu heißt es: „Eine weiter schnell fortschreitende Digitalisierung und das sich verändernde Kundenverhalten erfordern eine leistungsfähige Weiterentwicklung der verschiedenen Zugangswege.“

Bankgeschäfte werden zunehmend digital vorgenommen. „Immer weniger Kundinnen und Kunden nutzen die Serviceleistungen in den Filialen vor Ort„, so die Bank. Zugleich erschwere der Fachkräftemangel die Besetzung kleiner Filialen und führte bereits in der Vergangenheit zu urlaubs- und krankheitsbedingten temporären Schließungen.

Gleichzeitig hätten das bargeldlose Bezahlen sowie die Versorgung mit Bargeld über den Einzelhandel weiter an Bedeutung gewonnen. „Damit wird die Bargeldversorgung an Geldausgabeautomaten flächendeckend immer weniger genutzt“, heißt es in der Mitteilung der Bank. Und noch ein anderer Aspekt wird in den Fokus gerückt: „ Zudem führt die steigende Zahl von Automatensprengungen zu neuen, immer größeren Herausforderungen.“

Schließungen zum 1. Februar 2024

Nach aktueller Überprüfung des Filial- und SB-Netzes werde die Bank zum 1. Februar 2024 in der Region Nagold die SB-Standorte in Effringen, Gültlingen und Walddorf aufgeben. „In der Region Nagold stehen unseren Kundinnen und Kunden weiterhin drei Geschäftsstellen und sechs SB-Standorte zur Verfügung“, schreibt die Volksbank.

Ebenfalls zum 1. Februar des kommenden Jahres sollen auch die Öffnungszeiten aller Filialen „harmonisiert und vereinheitlicht“ werden. Die Hauptstellen Herrenberg, Nagold, Rottenburg, Tübingen und die Filiale in Mössingen werden künftig 39 Stunden pro Woche geöffnet sein. Daneben gibt es vier weitere Öffnungszeitmodelle. Die 16 Filialen hätten abhängig von ihrer Nutzung zwischen zehn und 25 Stunden pro Woche geöffnet.

In der Pressemitteilung wird zudem mitgeteilt: „Die Bank verfügt weiterhin über ein flächendeckendes Filial- und SB-Netz. Innerhalb von wenigen Kilometern können Bargeld verfügt und Bankgeschäfte getätigt werden.“ Und: Kooperation mit den örtlichen Sparkassen wolle man auch prüfen.