Das Ziel im Nusplinger Forst lautet, einen resilienten und produktiven Wald zu erhalten.
Förster Franz Maier und der Leiter des Kreisforstamtes, Klaus Richert, veranstalteten den „Waldbegang“ in Nusplingen unter dem Motto „Klimawandel“. Zunächst trafen sich der Gemeinderat mit Bürgermeister Jörg Alisch am Nusplinger Rathaus. Gemeinsam ging es dann am Friedhof vorbei in den heimischen Wald.
An verschiedenen Waldbildern verdeutlichten Maier und Richert die Notwendigkeit der Waldpflege. Immer wieder stellte sich die Frage: „Wie gehen wir mit dem Wald um?“ Themen dabei waren die Pflege des Altbestandes und das Schaffen von Jungbestand. So informierten sich die Teilnehmer, dass die Fichte und die Esche immer mehr aus dem Wald verschwinden, dafür die Eiche mehr kommt.
Das „klimaangepasste Waldmanagement“ – ein Förderprogramm, das die Waldbesitzer – egal ob privat oder kommunal – in Anspruch nehmen dürfen, hilft, über einen längeren Zeitraum – zehn oder 20 Jahre – den Wald klimagerecht zu bewirtschaften. Die Waldbesitzer müssen je nach Größe der Waldfläche elf oder zwölf Kriterien eines klimaangepassten Waldmanagements entsprechend der Förderrichtlinie einhalten. So werden, wie auch in Nusplingen, das Verbessern von Agrarstruktur und Küstenschutz gefördert und der Baumartenwechsel und die Wiederbewaldung von Schadflächen unterstützt.
Auch die Jäger sind bei der Waldpflege gefordert
Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung resilienter, anpassungsfähiger und produktiver Wälder über die „Initialzündung“ des Baumartenwechsels hinaus.
Ein wichtiger Punkt ist bei der Waldpflege die Unterstützung durch die Jäger. Deren Mithilfe ist gefragt und gefordert, etwa um den Neubestand vor der Gefahr von Verbissschäden durch das heimische Wild zu schützen. Mit entsprechenden Schutzzäunen wird versucht dem entgegenzuwirken.
Ein wesentlicher Aspekt bei der Waldpflege sind Habitatbäume. Sie geben vielen Tierarten, teils auch selten Arten, wichtigen Lebensraum. Diese Habitatbäume – vom lateinischen habitare, was bewohnen bedeutet – werden entsprechend gekennzeichnet und sollen langfristig erhalten werden.
Zum Schluss der Waldbegehung zeigten Franz Maier und Klaus Richert noch Bilder von der Verwüstung eines Waldstückes durch den Sturm Lothar sowie ein Folgebild zur Situation nach 20 Jahren, um zu präsentieren, wie sich die Natur selbst regeneriert.
Mit dem Abschlussbericht über die Forstjahre 2023/2024 sowie einem Ausblick auf das Forstjahr 2025 im Sitzungssaal des Rathauses Nusplingen endete die Veranstaltung.